Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. Vor wenigen Wochen hatte der Rat der Stadt Meinerzhagen das Mandat erteilt, nun hat die Stadtverwaltung fristgerecht zum 30. September 2022 bei der Bezirksregierung Arnsberg den Zuwendungsantrag zum Städtebauinvestitionsprogramm 2023 gestellt, aus dem die Sanierung und der Umbau der Stadthalle zur soziokulturellen Begegnungsstätte „Bürgerhalle“ zu einem wesentlichen Teil finanziert werden sollen.

Zur Förderung beantragt wurden die zuwendungsfähigen Sanierungs- und Umbaukosten für den ersten Bauabschnitt und die vorbereitenden Planungsleistungen in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro. Die angestrebten Zuwendungen für den ersten Bauabschnitt betragen bei einem Fördersatz von 60 Prozent rund 4,8 Millionen Euro. Die Stadt selber hätte in diesem Fall den städtischen Eigenanteil von 3,2 Millionen Euro sowie weitere nicht zuwendungsfähige Kosten für den ersten Bauabschnitt in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro zu tragen. Die zuwendungsfähigen Kosten für den zweiten Bauabschnitt in Höhe von rund 6,9 Millionen Euro bei Gesamtkosten von rund 7,2 Millionen Euro sollen dann mit dem Antrag zum Städtebauinvestitionsprogramm 2024 zur Förderung beantragt werden.

Insgesamt betragen die Gesamtkosten für den Umbau und die Sanierung der Stadthalle zur soziokulturellen Begegnungsstätte „Bürgerhalle“ somit rund 16,6 Millionen Euro und die davon zuwendungsfähigen Kosten rund 14,9 Millionen Euro. Mit der Gesamtmaßnahme „Neues Innenstadtquartier Meinerzhagen“ sollen darüber hinaus rund 32 Millionen Euro als Privatinvestitionen für das „Neue kommerzielle Zentrum“ und den Umbau eines ehemaligen Ladenlokals zur städtischen Bibliothek aktiviert werden.

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Eine Zusage zur Förderung von Umbau und Sanierung der Stadthalle zum sozio-kulturellen Begegnungszentrum „Bürgerhalle“ kann nur unter der Voraussetzung erteilt werden, dass auch das „Neue kommerzielle Zentrum“ errichtet wird. Es liegen mehrere ernsthafte Interessenbekundungen von namhaften Investoren vor, das „Neue kommerzielle Zentrum“ im Sinne der den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellten bisherigen Konzeption (ggf. auch in modifizierter Form) umzusetzen.

Zurzeit werden Gespräche mit diesen Interessenten geführt, um ein erfolgsversprechendes Angebot und Realisierungskonzept zu erhalten. Im Anschluss sollen die Angebote und Konzepte in Verhandlungsgesprächen konkretisiert und optimiert sowie die Voraussetzungen für die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen abgestimmt werden. Die Ergebnisse des Investorenauswahlverfahrens werden der Bezirksregierung Arnsberg zur Ergänzung des Zuwendungsantrags nachgereicht.

„Mit der Übersendung der Förderanträge haben wir einen weiteren, wichtigen Meilenstein erreicht“, so Bürgermeister Jan Nesselrath. „Ich möchte mich in diesem Zusammenhang insbesondere für die unermüdliche Arbeit aller Beteiligten bedanken, die sich bereits über Jahre erstreckt und bis heute sehr intensiv ist. Bis jetzt verlaufen auch die Gespräche mit den interessierten Investoren sehr konstruktiv, so dass wir optimistisch sind, auch die wichtigen nächsten Schritte in den kommenden Wochen gut zu schaffen.“