Menden. Trotz eines der bislang wärmsten Tage dieses Jahres, haben sich am vergangenen Mittwoch, 18.05.2022, 33 Teilnehmende zur Zukunftswerkstatt in der Dorte-Hilleke-Bücherei zusammengefunden. Die Bücherei wurde vom Kulturausschuss der Stadt Menden mit der Erarbeitung eines neuen Konzeptes beauftragt.

Bereits im Februar machte sich das Team Gedanken darüber, in welche Richtung sich die Bücherei in Zukunft entwickeln soll. Bei der Bürgerbeteiligung konnten sich nun auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Gestaltungsprozess miteinbringen.

Die Teilnehmenden stellten einen Querschnitt der Bevölkerung dar: Neben aktiven Büchereinutzenden waren unter anderem auch Politiker, Schülersprecher sowie Personen da, die die Bücherei nicht nutzen. Die Veranstaltung moderierte Diplombibliothekar und Berater Andreas Mittrowann. „Wir sind sehr glücklich, mit Andreas Mittrowann einen anerkannten Experten im Bibliothekswesen gewonnen zu haben, der uns durch diesen Prozess begleitet“, freut sich Büchereileiterin Veronika Czerwinski.

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Der Fokus des Abends lag auf der Frage, wie die Bibliothek der Zukunft aussehen kann. In einem kleinen Vortrag vorab ging Andreas Mittrowann auf aktuelle gesellschaftliche Trends ein und stellte anhand von Fotos Büchereien unter anderem aus dem skandinavischen Raum vor, die zum Beispiel Indoor-Spielplätze, Nähmaschinen und 3D-Drucker anbieten.

An fünf Tischen rotierten die Gäste und widmeten sich unter Anleitung des Büchereiteams folgenden Fragen:

• Welche Stärken und Schwächen hat die Bücherei aktuell aus Ihrer Sicht?
• Welche Angebote und Aktivitäten wünschen Sie sich in Zukunft, damit die Stadtbücherei zu einem
lebendigen Mittelpunkt des Lebens in Menden werden kann?
• Welche Chancen und Risiken birgt ein neues Konzept?
• Wie sollen die Räumlichkeiten aussehen?

„Heute gibt es kein Denkverbot!“, machte Veronika Czerwinski vor der Ideenfindung nochmal klar. Anhand von Bilderkarten konnten sich die Teilnehmenden außerdem ihre „Traumbibliothek“ basteln und ihre Vorstellungen der räumlichen Gestaltung miteinfließen lassen.

Das Team der Bücherei zeigt sich nach dem Abend sehr zufrieden. Das lag auch am positiven Feedback der Teilnehmenden, die sich über die Gastfreundschaft und den Teilhabeprozess freuten. „Es herrschte eine tolle und angenehme Atmosphäre. Es wurden viele Ideen und Anregungen gesammelt“, so Czerwinski.

Der Strategieprozess wird gefördert von der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

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