Ab 8. Juli zeigt der Fotograf Arne Machel in der Halveraner Villa Wippermann großformatige Werke aus seinem Projekt "arte casual - zufällige Kunst".

Halver. „Wenn ich fotografiere, schaue ich nicht nur, ich höre auch genau zu – den Geschichten, die meine Motive erzählen“, erklärt der Kiersper Fotograf Arne Machel. Eine Auswahl der Bilder aus seinem Projekt „arte casual – zufällige Kunst“ ist vom 10. Juli bis zum 20. August im Regionalmuseum Villa Wippermann in Halver zu sehen.

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Eröffnung am 8. Juli

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Sonntag, 8. Juli, um 11 Uhr. Bürgermeister Michael Brosch wird die Gäste begrüßen, die sich auch auf ein musikalisches Highlight freuen können: Der Gitarrenvirtuose Andreas Koch, bekannt durch seine Solo-und Duo-Konzerte und seine langjährige Tätigkeit als Dirigent des Lüdenscheider Kammerorchesters, wird die musikalische Umrahmung übernehmen.

Bereits über 30 Einzelausstellungen

Der Kiersper Gitarrenvirtuose begleitet die Vernissage zur Ausstellung.

Mit Bildern aus seinem Fotoprojekt hat Arne Machel seit der ersten Präsentation im Jahr 2014 mittlerweile über 30 Einzelausstellungen in privaten und öffentlichen Galerien in Deutschland und auf der Insel Mallorca, wo alle Bilder entstanden sind, organisiert. „Jede Location ist anders, und einige sind natürlich besonders reizvoll“, sagt der Kiersper und zählt dazu auch die Villa Wippermann. Als er die renovierten Räumlichkeiten der Villa bei der Hundertwasser-Ausstellung erstmals in Augenschein nehmen konnte, nahm er umgehend Kontakt zu Peter Bell vom Heimatverein auf und konnte einen Termin festmachen.

Die Bilder erzählen Geschichten

Im historischen Ambiente zeigt Machel jetzt seine ausdrucksstarken Bilder: Kleine Kunstwerke, die aus dem Zusammenspiel von menschlichem Schaffen und natürlichen Einflüssen entstanden sind. Aus abblätternden Farbschichten an einem alten Fischerboot schält sich eine Gruppe von Männern heraus, die vor einer Quelle Rast macht. Rostige Nägel und eine verbogene Blechkante erscheinen wie ein lachendes Gesicht. „Deine Bilder erzählen Geschichten“, freute sich eine alte Mallorquinerin bei einer Ausstellung der „arte casual“ auf der Mittelmeerinsel.

Prints wirken wie Gemälde

Die großformatigen Bilder, präsentiert als Prints auf Leinwand, wirken auf die meisten Betrachter wie Gemälde. Für Machel sagen diese mit der Kamera eingefangenen Details mehr über den Charakter der Insel und ihrer Bewohner aus als Postkarten-Romantik oder gestylte Tourismuswerbung. Die Kunsthistorikerin Andrea Prislan formulierte es bei ihrer Laudatio anlässlich der Ausstellung der „arte casual“ in Olpe im Frühjahr so: „Man kann durchaus sagen, dass Arne Machel uns hier das Unperfekte zeigt, und doch zeigt sich genau hier eine Ästhetik, die ihren Reiz auf uns ausübt. Die Faszination der Bilder geht aus von dem nicht perfekten, vom teilweise morbiden Charakter, den die Objekte zeigen. Es erinnert uns einerseits daran, dass alles Irdische vergänglich ist, andererseits hat es zugleich etwas Tröstliches; wir können uns daran erfreuen, dass Dinge in Ruhe altern dürfen. Ein Kontrapunkt zur schnelllebigen Zeit, zur Konsumgesellschaft.“

Ausstellung dauert bis zum 20. August

Bis zum 20. August können sich Kunstinteressierte selbst ein Bild von diesen Mallorca-Impressionen machen, zu den Öffnungszeiten des Regionalmuseums in der Villa Wippermann: dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr (Eintritt: 2 Euro).

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