Im Rahmen des diesjährigen Jugendlandtags trafen sich die Landtagsjugendliche Zoe Berger aus Kierspe und der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas beim Parlamentarischen Abend im Landtag NRW. Foto: Daniel Behmenburg

Lüdenscheid. Der Jugendlandtag ist immer ein besonderes Erlebnis für junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren. Gemeinsam erleben sie in den drei Tagen den Ablauf der Parlamentsarbeit und diskutieren aktuelle politische Themen. In diesem Jahr hat die 17-jährige Zoe Berger aus Kierspe den heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas vertreten. Ihre Eindrücke hat sie in einem Artikel zusammengefasst.

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Junge Leute als Entscheidungsträger 

„Junge Leute als Entscheidungsträger in Sachen Politik: Diese Möglichkeit hatte ich als eine von 199 Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Jugendlandtags in Düsseldorf. Mit großem Engagement und viel Professionalität diskutierten wir Jugendlandtagsabgeordneten vom 28. bis 30. Juni und bekamen dadurch einen ziemlich realitätsgetreuen Einblick in die Arbeitsvorgänge im Parlament. Bei durchaus straffem Zeitplan zur Ausarbeitung der Themen „NRW-Ticket für Auszubildende und FSJ-ler“ und „Digitalisierungsprojekt an Schulen- Informatikunterricht“, kamen auch Spaß, gute Laune und ausgelassene Stimmung nicht zu kurz.

Vorlage für das Parlament

Das Programm beinhaltete intensive Beratungen in den verschiedenen Gremien des Parlaments, in denen wir uns eigenständig mit den beiden Themen beschäftigten, um später gemeinsam einen Beschluss zur Vorlage an das richtige Parlament treffen zu können. Immer wenn Fragen auftraten, standen uns die Mitglieder des Helferteams zur Seite und unterstützen die Jungparlamentarier bei der Organisation der einzelnen Abläufe. Denn die Arbeit im Jugendlandtag geschieht ganz unabhängig und ohne Einflussnahme der gewählten Landtagsabgeordneten.

Expertenanhörungen

Neben den zahlreichen Fraktionssitzungen mit Vorstandswahlen und Beratungen zur Konsensfindung dienten auch die  beiden öffentlichen Expertenanhörungen ebenso wie Ausschuss- und Themensitzungen zur Informationssammlung und Positionierung zu den Themen. Doch auch nach der Meinungsbildung innerhalb der eigenen Fraktion war nicht Schluss: Außerhalb der Gremien versuchte man bereits überfraktionelle Einigungen zu treffen.

Erfahrungsaustausch mit den MdLs

Beim Parlamentarischen Abend am Freitag stand hingegen der Austausch zwischen uns Landtagsjugendlichen und den „richtigen“ Abgeordneten im Vordergrund. Einige der Abgeordneten und natürlich auch mein Abgeordneter Gordan Dudas waren am Abend gekommen, um sich mit uns zu treffen und die bereits gemachten Erfahrungen auszutauschen.

Plenarsitzung am Samstagmorgen

Zum Abschluss fand dann am Samstagmorgen die Plenarsitzung als großes Finale statt. Dabei präsentierten die jeweiligen Rednerinnen und Redner die Positionen ihrer Fraktionen zu den beiden Themen, der aktuellen Stunde und dem Eilantrag. Natürlich wurde dann auch abgestimmt. Mit den daraus resultierenden Beschlüssen muss sich nun der „richtige“ Landtag beschäftigen.

Weiter aktiv einbringen

Mein persönliches Fazit, aber auch die Resonanz der vielen anderen Jugendlichen zum Jugendlandtag  ist durchweg positiv. Durch die vielseitigen Erfahrungen wurde uns ein ganz praktischer Eindruck davon vermittelt, wie schwer es ist, unter solchen Bedingungen Kompromisse zu schließen. Aber als Resultat nehme ich für mich das Gefühl mit, als junger Mensch ernst genommen zu werden und gemeinsam in der Gruppe etwas bewegen zu können. Diese Erfahrung verleitet mich und viele andere dazu, sich aktiver in der Gesellschaft einzubringen und zu engagieren.“

 

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