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Das Ensemble ist startbereit für die Premiere am 29. Februar. Foto: VHS

Kierspe/Volmetal. Tun sie es oder tun sie es nicht? Die Antwort auf diese Frage gibt es erst ganz kurz, bevor der Vorhang fällt. „Stahl mit zarter Spitze“ heißt das Theaterstück von Martina Schnerr-Bille, das sie ihrer VHS-Theatertruppe „Zeus & Consorten“ praktisch auf den Leib geschrieben hat. Am Samstag, 29. Februar, hat die temperamentvolle Komödie rund um die Damen vom Heimatverein, die einmal ganz besondere Enthüllungen wagen wollen, um 19.30 Uhr Premiere im PZ der Gesamtschule Kierspe.

Wie die “Calendar Girls”

Eigentlich sind die ehrbaren Damen vom Heimatverein eher bodenständig und traditionell. Frau strickt wie eh und je in gemütlicher Runde und verkauft die kunstvollen Mützen, Schals und Socken auf dem Weihnachtsmarkt im alten Hammerwerk. Wie schon immer eben. Aber „wie immer“ weckt natürlich auch irgendwann einmal den Wunsch, etwas ganz Anderes zu machen. Ein bisschen Spannung ins Vereins- und ins eigene Leben zu bringen. Und so entsteht ein Plan, den sie einem bekannten britischen Film entnommen haben. Was die „Calendar Girls“ mit Helen Mirren getan haben, das müsste doch auch in der sauerländischen Provinz Erfolg haben können.

Das gewagte Projekt spaltet die Ortsgemeinschaft

Natürlich bleibt es nicht aus, dass das gewagte Projekt die Ortsgemeinschaft in verschiedene Lager spaltet. Die Familien ebenso, denn manche Tochter ist konservativer als erwartet und dem einen oder anderen Ehemann bleibt erst einmal die Luft weg. Die einen nennen es empörend und anrüchig, die anderen halten es für eine mutige Idee, mehr Geld in die Taschen des Heimatvereins zu spülen. Das Publikum darf ebenso gespannt den engagierten Damen auf ihrem Weg in das ungewöhnliche Wagnis folgen. Und sich bis zur letzten Szene, zusammen mit allen Dorfbewohnern fragen: Ziehen sich die Damen für den guten Zweck tatsächlich aus?



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Ensemble besteht ausschließlich aus Frauen

Claudia Klinke, Anette Klingelhöfer, Elsbeth Venohr und Inge Lück. Foto: VHS

Da das VHS-Ensemble zurzeit ausschließlich aus Frauen besteht, ist „Stahl mit zarter Spitze“ ein geradezu ideales Stück. Aber ganz ohne Männer geht die Geschichte dann ja doch nicht, und so hat Regisseurin Martina Schnerr- Bille ein paar Hosenrollen besetzt und auch gleich selbst eine, die des Wilfried Täuber, übernommen. Dessen Fußballfreude schwersten Schaden nimmt an den Plänen seiner Ehefrau Maria, gespielt von Brigitte Péron.

In weiteren Rollen spielen Heike Mammen und Christine Kraschinski die pensionierten Schmiede Wagner und Schmidke, Claudia Klinke, Elsbeth Venohr, Helga Arnhold und Jutta Niggemann sind die Damen des Heimatvereins, die ihre Strickkunst gegen den gewagten Plan eintauschen wollen, Daniela Sinn, Ann-Lena Keil und Felicitas Joormann geben die jüngere Generation, die so ihre Probleme hat mit dem Vorhaben ihrer nicht mehr ganz so jungen Mütter und Großmütter. Hiltrud Langemann spielt den Ortsheimatpfleger, der sich ebenfalls an die neuen Wege seiner Gattin erst gewöhnen muss, Inge Lück die Mutter von Wilfried Täuber.

Und natürllich darf ein Fotograf nicht fehlen, er wird gespielt von Ute Gehres. Auch die Presse ist nicht weit, die Journalistin Federkiel gibt Anette Klingelhöfer, und ins Fernsehen kommt man natürlich auch, Sarah Kriesten begleitet die Pläne der Damen mit stets geschulterter Kamera.

Vorstellungen in Halver, Meinerzhagen und Rönsahl

Die Premiere von „Stahl mit zarter Spitze“ ist am Samstag, 29. Februar, auf der großen Bühne im PZ der Gesamtschule Kierspe. Beginn ist um 19:30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr), der Eintritt beträgt 10,00 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf bei der Buchhandlung Timpe.

Weitere Aufführungen sind am Mittwoch, 4. März, im Anne-Frank-Gymnasium in Halver, am Dienstag, 17. März, in der Stadthalle Meinerzhagen und am Sonntag, 19. April, als Benefizveranstaltung, in der Historischen Brennerei in Rönsahl.

 

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