ZAK
Freuen sich, dass die ZAK-Messe im Kulturhaus stattfindet: die Organisatoren (von links) Dirk Aengeneyndt, Pia Müller und Franziska Rademacher sowie Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Eine Ausbildungsmesse vor Ort mit dem Live-Erlebnis für alle Beteiligten – das ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb haben die Stadt Lüdenscheid und Anbieter aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung und Handwerk nichts unversucht gelassen, die Ausbildungsmesse ZAK wieder im Lüdenscheider Kulturhaus anzubieten. Nach der pandemiebedingten Pause im Vorjahr findet die ZAK-Ausbildungsmesse (ZAK steht für “Zukunft – Ausbildung – Karriere”) am 16. und 17. September wieder im Kulturhaus statt. Insgesamt 44 Unternehmen aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis stellen sich an diesen zwei Tagen als Ausbildungsbetriebe vor – und müssen sich ebenso wie die Besucher auf einige organisatorische Änderungen einstellen.

“Alles wird neu”

“Alles wird neu”, kündigte Dirk Dirk Aengeneyndt vom Fachdienst Wirtschaftsförderung und Marketing jetzt bei einem Pressegespräch an. Schülerinnen und Schüler aus Lüdenscheid und Ausbildungsbetriebe werden aber dennoch auf ihre Kosten kommen.



Die wichtigste Neuerung: das Rotationsprinzip. Die Stände der Aussteller verteilen sich auf drei Ebenen im Kulturhaus. Sie sind strikt voneinander getrennt sind. Pro Stunde werden maximal 100 Schüler ins Kulturhaus gelassen – jeweils verteilt auf drei Gruppen. Jede dieser Gruppen hat pro Bereich 20 Minuten Zeit, um an den Ständen mit den Ausbildungsbetrieben ins Gespräch zu kommen. Nach einer Stunde wird dann 15 Minuten lang durchgelüftet, ehe die nächsten Schülerinnen und Schüler an der Reihe sind. Drei separate Eingänge und eine klare Wegführung sollen dafür sorgen, dass “Begegnungsverkehr” und dichtes Gedränge ausbleiben.

Hoher organisatorischer Aufwand

Der organisatorische Aufwand sei extrem hoch und der Zeitplan eng getaktet, erläuterten Dirk Aengeneyndt und Pia Müller von der städtischen Wirtschaftsförderung. Aber: Es gehe schließlich darum, das Infektionsrisiko für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. Immerhin hätten die Lüdenscheider Haupt-, Real- und Förderschulen sowie das Berufskolleg knapp 1000 Neuntklässler für den Besuch der Messe angemeldet. “Wir haben ein sehr gutes Hygiene-Konzept”, sind Aengeneyndt und Müller überzeugt. Dazu gehört neben der generellen Maskenpflicht auch, dass in diesem Jahr keine Snacks und Getränke angeboten werden.

Hausaufgaben sind angesagt

“Unter diesen Bedingungen sollten sich die Schülerinnen genau überlegen, für welche Ausbildungsberufe sie sich interessieren”, erklärte Pia Müller. Hausausgaben sind also angesagt. “Die Lektüre des Katalogs zur Messe sollte Pflicht sein. Der Katalog ist dabei eie große Hilfe.” Sie verdeutlichte, welchen Wert die 122 Seiten starke Broschüre besitzt. “Auch die Agentur für Arbeit nutzt ihn seit Jahren für ihre Beratungsgespräche.”

Corona-Jahrgänge haben Lücken gerissen

Für die Firmen in der Region, die ohnehin schon unter Fachkräftemängel leiden, ist die Messe existenziell wichtig. “Zwei Corona-Jahrgänge haben bereits eine große Lücken gerissen”, sagte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Zurzeit werden in Lüdenscheid 644 Ausbildungsstellen angeboten. Das sind 8,,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerber ist auf 505 gesunken. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese Zahlen, so Sebastian Wagemeyer, ließen sich auf die gesamte Region hochrechnen. Umso wichtiger sei es daher, die Attraktivität einer Ausbildung in Industrie, Handel und Gewerbe herauszustellen. “Man muss nicht studieren, um Karriere zu machen”, betonte der Bürgermeister. Dazu komme, dass zahlreiche Unternehmen Kombinationen aus praktischer Ausbildung und Hochschulstudium anböten.

In Katalog zur Messe finden sich alle Firmen wieder, die sich gerne im Kulturhaus präsentiert hätten: mehr als 90 an der Zahl. Die Sicherheitsvorkehrungen zwangen die Organisatoren allerdings dazu, das Teilnehmerfeld im Vergleich zu den Vorjahren um mehr als die Hälfte zu kürzen – und überwiegend Ausbildungsbetrieben mit Sitz in Lüdenscheid den Vorrang zu geben.

Nachmittags für weitere Interessenten geöffnet

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler erhalten die Chance, persönlich mit Vertretern von Ausbildungsunternehmen ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstag (15.30 bis 17 Uhr) und Freitag (14 bis 15 Uhr) ist die Messe zudem für weitere Interessierte geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Besucher müssen nachweisen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Alternativ müssen sie ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, das von einem Testzentrum ausgestellt wurde und nicht älter als 48 Stunden sein darf. Schüler gelten als getestet, müssen ab 15 Jahren aber einen Schülerausweis vorlegen. Und: Wegen der Sicherheitsmaßnahmen kann es zu Wartezeiten kommen.

Dirk Aengeneyndt und Pia Müller sind froh, dass es gelungen ist, wieder eine Präsenzveranstaltung auf die Beine zu stellen. Sie stellten aber klar: “Die Routine-Messe der Vorjahre wird es also nicht geben. Es wird sich neu anfühlen”, kündigte Dirk Aengeneyndt an. Er klang dabei aber ebenso zuversichtlich wie seine Kollegin Pia Müller”Es wird anders als sonst”, sagte Organisatorin Pia Müller. “Aber es wird gut.”

Weitere Informationen rund um die ZAK-Ausbildungsmesse sind auf der Website der Stadt Lüdenscheid zu finden. Hier finden Interessenten den Messekatalog zum Downloaden 2021.08.02_-_Messekatalog_2021

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