Felicitas Friedrich 2018 startete sie erstmals auch bei den deutschsprachigen Meisterschaften. Foto: Zwergriese

Lüdenscheid. Der Kampf um die Goldene Feder geht am Samstag, 26. März, in seine, lang erwartete, 37. Runde. Die Freude der Veranstalter über den Poetry Slam Auftakt ins Jahr 2022, der pandemiebedingt bereits einmal verschoben werden musste, ist zwar groß, wird aber von den weltpolitischen Geschehnissen überschattet.

Vor dem Eindruck des Krieges in der Ukraine hat sich das WoW Slam Team daher dazu entschlossen, seinen Teil der Einnahmen in Gänze an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zu spenden. „Nach zwei Jahren Pandemie hätten wir das Geld tatsächlich gut gebrauchen können, aber andere Menschen brauchen es jetzt noch dringender“, bringt es Moderator Marian Heuser auf den Punkt und ergänzt: „Wir hoffen, dass wir das Kulturhaus so voll wie möglich bekommen.“ Rund 400 Zuschauer dürfen derzeitig im Theatersaal des Kulturhaus Platz nehmen.

Steht seit fünf Jahren regelmäßig auf der Bühne: Benjamin Poliak. Foto: Marc Cuertz

Der Krieg an sich wird laut Heuser allerdings keine gesonderte Rolle beim Poetry Slam einnehmen. „Der ist ohnehin omnipräsent. Wir wollen den Bergstädterinnen und Bergstädtern lieber unsere bewährte Mischung aus Lyrik, Comedy, Storytelling und Kabarett bieten. Wir werden uns einen schönen Abend machen und den Kulturakku wieder aufladen.“

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Um die Goldenen Feder Nr.37, designed von der Lüdenscheider Künstlerin Claudia Bäcker-Kirmse, bewerben sich diesmal u.a.:

Benjamin Poliak (Essen): Der 22-jährige Benjamin Poliak steht seit über fünf Jahren regelmäßig auf Bühnen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien. 2016 und 2017 wurde er zweimal hintereinander deutschsprachiger U20-Meister im Poetry Slam. Der aktuell promovierende Diplom-Jurist verbringt seine Zeit abseits der Bühne vornehmlich in der Bibliothek oder – als großer Fußballfan – im Stadion. 

Felicitas Friedrich (Bielefeld): Die Theater- und Literaturwissenschaftlerin ist seit 2013 mit Lyrik und poetischer Prosa im deutschsprachigen Raum unterwegs. Von 2016 bis 2019 nahm sie jährlich an den nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Poetry Slam teil, wo sie 2017 auch das Finale erreichte. Im selben Jahr hatte sie ihren bisher größten Auftritt auf dem Deichbrand Festival vor ca. 7.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. 2018 startete sie erstmals auch bei den deutschsprachigen Meisterschaften.

Bricht immer wieder Tabus: Regina Rode,. Foto: Stefan Rehse

Regina Rode (Hannover): Regina Rode ist Pädagogin und Slam Poetin und bereist die Slambühnen Deutschlands mit ihren lustigen Texten. Sie stand 2016 im Finale der Landesmeisterschaften NDS/Bremen. Regina Rode bricht in ihren Auftritten mit Tabus, sie hinterlässt in dem alten weißen Mann, der in jedem von uns steckt, ein Gefühl des Unbehagens und schafft so komische Momente der besonderen Art.

Tickets für den WoW Poetry Slam können online über die Homepage des Kulturhauses (www.kulturhaus-luedenscheid.com) sowie an der Theaterkasse erworben werden und kosten 15,00 € bzw. 9,00 € ermäßigt (zzgl. Ticketinggebühr).

Telefonische Vorbestellungen sind dienstags bis freitags von 10 – 13 Uhr bzw. 15 – 18 Uhr unter der Nummer 02351 / 171299 möglich. Die Abendkasse öffnet am 26.03. um 19.00 Uhr. Es gilt die 3G Regel, sowie eine Maskenpflicht am Platz.

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