Florian Wintels gehört zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Bühnen-Protagonisten der deutschsprachigen Slam-Szene.

Lüdenscheid. Am Samstag, 19. November, heißt es wieder: Wer gewinnt das Wortgefecht um die Goldene Feder? Zum 38. Mal geht es nun auf die Bretter des Kulturhauses und es verspricht ein wortgewaltiger Abend zu werden. Denn dieses Mal wird es hochspannend: Der frisch gekürte deutschsprachige Meister im Poetry Slam ist ebenfalls unter den Wortwettkämpfern und muss wie jeder andere, einmal mehr um die Gunst der Sauerländerinnen und Sauerländer kämpfen.

Die Veranstalter fiebern schon der Fortsetzung des im September endlich wieder stattgefundenen Slam-Formats entgegen. „Für uns alle ist es immer noch eine besondere Zeit, in der wir uns nur dem stetigen Wandel sicher sein können. Immer noch kämpfen Kulturveranstaltungen mit sinkenden Zuschauerzahlen und große Häuser können sich nur dank staatlicher Zuschüsse über Wasser halten. Dennoch wollen wir uns nicht entmutigen lassen, denn für diese fantastischen Poeten und Poetinnen veranstalten wir solche Abende mehr als gerne und eines Tages geht es auch wieder bergauf“, bestätigt Moderator Marian Heuser und ergänzt: „Kunst und Kultur sind wichtige Elemente unserer Gesellschaft. Dass Slam Poetry mehr ist als nur Buchstaben, die laut ausgesprochen werden, sieht, hört und fühlt man immer wieder auf eben diesen Bühnen.“

Passend zum Poetry Slam Nr. 38 findet am 19. November in vielen deutschen Städten der Aktionstag „Kultur gibt“ statt. „Egal ob Dancefloor oder Staatsballett, Museum oder Malkurs, im Chor singen oder Konzert besuchen – all das macht unser Zusammenleben aus. Kultur gibt Energie, zu denken, Applaus, gute Laune, Verständigung, Inspiration, Zusammenhalt, kurz: jedem etwas anderes. […] Denn Kunst und Kultur in all ihren Ausdrucksformen geben uns eine gemeinsame Zukunft!“, schreiben die Organisator:innen der Aktion (Initiative für die Kultur in Deutschland e.V.) in ihrer Pressemail. Das Team von WoW Poetry Slam ist gerne mit an Bord und unterstützt die Kampagne.

Anzeige

Das Lineup um die Goldenen Feder Nr.38, designed von der Lüdenscheider Künstlerin Claudia Bäcker-Kirmse, lautet wie folgt:

Florian Wintels (Bad Bentheim)

Florian Wintels gehört zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Bühnen-Protagonisten der deutschsprachigen Slam-Szene. Der gebürtige Bad Bentheimer sicherte sich den Titel des niedersächsisch-bremischen Meisters bereits dreimal (2013, 2016 & 2017) und ist damit alleiniger Rekordhalter. Er gewann insgesamt weit über 200 Poetry Slams sogar den weltgrößten vor 7.000 Zuschauern auf dem Deichbrand Festival. Seit dem 7. November 2022 darf er sich nun deutschsprachiger Meister im Poetry Slam nennen und ist somit Landesmeister Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Foto: Zwergriese

Felicitas Friedrich (Bielefeld)

Felicitas Friedrich wurde 1992 im Süden von Essen geboren. Seit 2013 ist sie mit Lyrik und poetischer Prosa im deutschsprachigen Raum auf Poetry-Slam- und Lesebühnen unterwegs. Von 2016 bis 2019 nahm sie jährlich an den nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Poetry Slam teil, wo sie 2017 auch das Finale erreichte. Im selben Jahr hatte sie ihren bisher größten Auftritt auf dem Deichbrand Festival vor ca. 7.000 Zuschauenden. 2018 startete sie erstmals auch bei den deutschsprachigen Meisterschaften. Inzwischen wurden ihre Texte in sechs Anthologien veröffentlicht. 2019 begann sie zudem mit der regelmäßigen Moderation und Organisation ihres eigenen Slams „All the World’s a Stage“ in Herdecke.

Foto: Petru Constantin

Mirko Gilster (Oldenburg)

Energiegeladen und motiviert reißt Mirko Gilster seine Zuhörer:innen mit hinab in die absurd-fantastische Welt seiner Gedanken, die meist in erstaunlich aufgeräumten Versen daherkommt. Ansonsten zwischen verschmitztem Grinsen, harter Bestandsaufname und abenteuerlichem Storytelling angesiedelt, ist Mirko auf jeden Fall ein Erlebnis. Zusammen mit seiner Teampartnerin Annika Blanke errang er 2022 den niedersächsischen Landesmeistertitel im Team Poetry Slam.

Foto: Media4Web

Luise Wolff (Düsseldorf)

Die gebürtige Plettenbergerin Luise Wolff freut sich darauf ihre Texte „endlich mal wieder vor fast heimischen Publikum“ vorzutragen, denn damit konnte sie in der Vergangenheit bereits beste Erfahrungen sammeln. Beim „Heimat Slam 2017“ sicherte sie sich im Kulturhaus Lüdenscheid gleich zwei Trophäen in den Kategorien „Herz“ und „Tiefgang“. 2019 errang die Wahl-Düsseldorferin außerdem den dritten Platz bei den U20 NRW Meisterschaften in Hamm.

Foto: Max Unterharnscheidt

Björn Rosenbaum (Dortmund)

Björn Rosenbaum ist Slam-Poet, Autor und Moderator. Künstlerisch groß geworden beim legendären Poetry Jam im Subrosa wuchtet sich „der Mann mit dem Klemmbrett“ seit 2013 von Slam-Bühne zu Slam-Bühne. Mit Erfolg, denn Rosenbaum wurde Vize der NRW-Landesmeisterschaft 2014, Dritter bei den NRW-Landesmeisterschaften 2015 & 2019, Teilnehmer bei der Deutschsprachigen Meisterschaft 2015 bis 2019, Stadtmeister in Wuppertal (2016), Bielefeld (2018 & 2019) und Gelsenkirchen (2017). Seit 2018 ist Rosenbaum Autor für den „Geierabend“, den alternativen Ruhrkarneval auf Zeche Zollern und überfällt das Publikum nach allen Regeln der Kunst mit frecher Komik und wilder Inbrunst.

Foto: Ben Mischke

Valo Christiansen (Dortmund)

Valo Christiansen ist nonbinäre:r Slam Poet:in, Autor:in und Lektor:in für gendersensible Sprache. 2022 ist Valo, als erste Person, für einen Queerslam bei den NRW Landesmeisterschaft im Poetry Slam angetreten. Bei dieser ersten NRW Slam Teilnahme erreichte Valo direkt das Finale.

Los geht es wie gewohnt um 20 Uhr im Theatersaal des Kulturhauses.

Tickets für den WoW Poetry Slam #38 können online über die Homepage des Kulturhauses (www.kulturhaus-luedenscheid.de) sowie an der Theaterkasse und an der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn erworben werden und kosten 15,00 € bzw. 9,00 € ermäßigt (zzgl. Ticketinggebühr).