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Der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg will Hagens neuer Oberbürgermeister werden. Foto: NRWSPD

Hagen. Der Hagener SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg wird sich 2020 zur Wahl für das Amt des Hagener Oberbürgermeisters stellen. Einstimmig forderte der Hagener SPD-Parteivorstand Wolfgang Jörg im Rahmen einer Sondersitzung am Mittwochabend zur Kandidatur auf. „Ich bin bereit und fest entschlossen, anzutreten und diese Wahl zu gewinnen”, sagt Wolfgang Jörg.

Das Votum der Hagener SPD geht einher mit der offiziellen Einladung an den Hagener Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen, den dringend notwendigen sozial-ökologischen Politikwechsel für Hagen gemeinsam voranzubringen. Im politischen Raum steht daher das Angebot, mit dem heimischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg als gemeinsamen OB-Kandidaten in die Kommunalwahl im September 2020 zu ziehen.

Gemeinsames rot-grünes Projekt

„Die programmatischen Schnittmengen meiner Person, der Grünen und der SPD in Hagen ermöglichen die Chance für ein gemeinsames rot-grünes Projekt. Gerne möchte ich für solch einen gemeinsamen sozial-ökologischen Politikentwurf für Hagen auch mit den Grünen-Mitgliedern in einen offenen Dialog treten“, konkretisiert Wolfgang Jörg das Gesprächsangebot an den Kreisverband der Grünen.



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Wolfgang Jörg freut sich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Als Oberbürgermeister will er Hagens Zukunft gestalten: „Hagen ist meine Heimat. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und hier lebe ich gerne. Das Wohlergehen dieser Stadt und seiner Menschen liegt mir am Herzen. Doch leider muss ich zunehmend miterleben, dass unsere Stadt sich an vielen Stellen in die falsche Richtung entwickelt und gravierende Probleme zunehmen. Hagen droht in vielerlei Hinsicht den Anschluss und seine Zukunftsfähigkeit zu verlieren. Dieser Trend kann nur mit einem echten Politikwechsel gestoppt und umgekehrt werden. Mit dieser Motivation will ich Oberbürgermeister werden.“

Bildungspolitik soll Chefsache werden

Bildungspolitik in Hagen müsse endlich zur Chefsache werden, so Jörg weiter. „Denn wir brauchen endlich jemanden, der Verantwortung übernimmt und für die dringend notwendigen Plätze im Kita- und OGS-Bereich sorgt. Da hinken wir meilenweit hinter anderen Kommunen hinterher. Hagens Elternbeiträge sind schlichtweg unsozial und familienfeindlich. Noch dazu brauchen wir ganz dringend eine vierte Gesamtschule. Im Grunde genommen benötigen wir eine offensive Bildungswende für Hagen, die weniger auf Selektion und Elitenförderung setzt, die stattdessen echte Chancengleichheit schafft und darüber hinaus auch an den Geldbeutel der Eltern denkt,“ so der Diplom-Sozialarbeiter, der sich seit 2005 im NRW-Landtag für die Hagener Interessen einsetzt und dort den Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend leitet.

Schwerpunkt Verkehrswende

Als weiteren Schwerpunkt seiner politischen Arbeit nennt Wolfgang Jörg die Umsetzung der Verkehrswende in Hagen. „Luftreinhaltung und Klimaverbesserung sind das oberste Ziel“, so der leidenschaftliche Fahrradfahrer. „Wenn man die Luftqualität wirklich verbessern will, dann geht das nicht, indem Messverfahren oder Richtwerte nach Belieben verändert werden. Vielmehr müssen wir nachhaltige Maßnahmen ergreifen, die zu einer tatsächlichen Verbesserung der Luftqualität führen.“

ÖPNV noch keine Alternative zum Auto

Die Attraktivität Hagens hänge entscheidend auch davon ab, wie gut das Nahverkehrssystem funktioniere. „Doch zurzeit ist der ÖPNV in Hagen leider noch keine Alternative zum Auto.“ Neben der Verstärkung des Angebots in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden und der Optimierung der Linienführung plädiert er auch für die Neuanschaffung von Bussen mit emissionsarmer Antriebstechnik. Über Vorrangschaltungen an Ampelanlagen und separate Busspuren und Fahrradwege dürfe nicht nur gesprochen werden. „Wir müssen jetzt handeln. Wir brauchen eine echte Wende in der Verkehrspolitik und damit einen konsequenten Vorrang für den ÖPNV bei allen verkehrspolitischen Entscheidungen“, so Wolfgang Jörg.

Weiteren Optimierungsbedarf sieht Wolfgang Jörg auch bei der Akquirierung von finanziellen Mitteln über Förderprogramme aus Land, Bund und EU. „Da sieht man das schlechte Management der OB-Etage ganz besonders. Viele Fördertöpfe werden leider nur in geringem Umfang oder gar nicht in Anspruch genommen. Das schadet der Zukunftsentwicklung unserer Stadt massiv und muss umgehend geändert werden“, so Jörg.

Zukunftsinvestitionen und solide Haushaltspolitik kein Widerspruch

„Wir können noch viele Dinge für unsere Stadt entwickeln und trotzdem gleichzeitig eine solide Haushaltspolitik betreiben. Zukunftsinvestitionen und solide Haushaltspolitik sind per se kein Widerspruch, ganz im Gegenteil“, wirbt Wolfgang Jörg für einen Politikwechsel, der nachhaltige Zukunftsinvestitionen nicht länger blockiert, sondern unterstützt.

Wolfgang Jörg geht als OB-Kandidat mit Zuversicht und einer großen Portion Optimismus an den Start: „Ich lade alle ein, den notwendigen sozial-ökologischen Politikwechsel gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg mit der Stadtgesellschaft zu entwickeln: Lasst uns Hagen gemeinsam besser machen!“

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