Foto: Abellio

Hagen. Der heimische Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg befürchtet den Super-GAU für Berufspendler und -pendlerinnen in NRW. Der SPD-Politiker warnt: „Im Regionalbahnverkehr in NRW droht Stillstand auf wichtigen Strecken. Denn es gibt immer noch keine Lösung, wie der künftige Betrieb des Unternehmens Abellio finanziert werden soll. Kommt es zu keiner Einigung zwischen den Verkehrsverbünden und Abellio, wird der Fahrbetrieb spätestens im Februar eingestellt. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) will sich Ende Januar von Abellio trennen. Am kommenden Montag soll das „Aus“ beschlossen werden.

Kann Abellio den Betrieb ab Februar nicht fortsetzen, folgt eine Notvergabe der Beförderungsleistungen an andere Anbieter. Dieser Schritt führt erfahrungsgemäß zu erheblichen Startschwierigkeiten. Dazu dürfe es nicht kommen, meint Wolfgang Jörg.

Es drohen erhebliche Einschnitte

In Hagen drohen erhebliche Einschnitte. Die Abellio Rail betreibt die S-Bahn Rhein-Ruhr, das Ruhr-Sieg-Netz, sowie die Strecke Siegen-Hagen-Essen. Die Fahrgastzahlen sprechen für sich. Im September 2021 zählte Abellio 17 693 Aussteiger und 16 195 Einsteiger beim RE 16 in Hagen. Im Oktober 2021 waren es 21244 Aussteiger und 15 486 Einsteiger.

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Aufgrund der unwetterbedingten Sperrungen (Flutschäden) liegen lediglich Daten für die Züge der Linie RE 16 vor, die aktuell in Hagen enden und wieder zurück nach Essen fahren.

Die Linie RB 91 fährt Hagen derzeit nicht an. Stattdessen verkehrt ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen. Hier werden keine Fahrgastzahlen erfasst.

Für die Linien RB 40 sowie S 9 erfolgt keine automatische Fahrgastzählung.

Sorgen um die Arbeitsplätze

Der SPD-Landtagsabgeordnete macht sich auch Sorgen um die Arbeitsplätze. Am Verwaltungsstandort der Abellio Rail in Hagen sind 150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Die Landesregierung müsse endlich aktiv werden, meint Wolfgang Jörg. „Ministerpräsident Wüst und Landesverkehrsministerin Brandes müssen für eine Lösung für Millionen von Menschen sorgen. Es reicht nicht aus, auf die Zuständigkeit der Verkehrsverbünde auf der einen Seite und Abellio auf der anderen Seite zu verweisen. Die politische Verantwortung für verlässliche Mobilitätsangebote im NRW trägt die Landesregierung. Dazu gehören auch Gespräche mit der niederländischen Staatsregierung, die hinter Abellio steht. Denn die Lage ist mehr als ernst.“

 

 

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