TEILEN
Geschäftsführer Moritz Hiby (vorne) und Projektleiter Frederic Rothstein an der innovativen Emulsionsaufbereitungsanlage im Werk II in Plettenberg; Die gelben Kompensatoren sind Bauteile, die von Elaflex in Hamburg gefertigt werden. Foto: Elaflex Hiby Tanktechnik


↑ Anzeige | Eigene Anzeige schalten

Plettenberg. „Es läuft wie geschmiert“, sagt man gemeinhin, wenn etwas sehr gut funktioniert. So läuft es beim Plettenberger Unternehmen Elaflex Hiby Tanktechnik im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Und damit das so bleibt, investierte Hiby jetzt über eine Million Euro in eine neuartige Emulsionsaufbereitungsanlage für die mechanische Bearbeitung im Werk II im Industriegebiet Köbbinghausen. Durch diese Neuanschaffung sichert und steigert Hiby nicht nur die Wirtschaftlichkeit seiner Produktion, sondern verbessert gleichzeitig den Schutz der Umwelt und die Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter.

___STEADY_PAYWALL___

Bereits im Jahr 1992 installierte Hiby die erste zentrale Emulsionsaufbereitungsanlage in Köbbinghausen. „Das war zur damaligen Zeit ein absolutes Vorzeigeprojekt. Vergleichbares hatten nur wenige Firmen vorzuweisen“, berichtet Frederic Rothstein, Projektleiter bei Elaflex Hiby Tanktechnik. Um den Qualitätsanforderungen jetzt und in Zukunft gerecht zu werden, beschloss Geschäftsführer Moritz Hiby, eine neue Emulsionsaufbereitungsanlage anzuschaffen. Nach intensiver Markterkundung fiel die Entscheidung auf eine maßangefertigte Lösung. Mit diesem Pilotprojekt übernimmt die Elaflex Hiby Tanktechnik erneut eine innovative Vorreiterrolle.

Kühl- und Schmierstoff für Metallbearbeitung

In den Dreh- und Fräszentren wird eine spezielle Emulsion als Kühlschmierstoff eingesetzt. Foto: Elaflex Hiby Tanktechnik

Emulsionen sind als Kühl- und Schmierstoffe für die spanende Metallbearbeitung nötig. Bei Hiby werden in Dreh- und Fräszentren Gussteile und Stangenmaterial aus Aluminium, Messing und Edelstahl bearbeitet. „Der optimal abgestimmte Kühlschmierstoff verbessert die Oberflächengüte des Werkstücks, erhöht die Bearbeitungsgeschwindigkeit und steigert die Werkzeugstandzeit bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten“, erklärt Frederic Rothstein.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Bestandteile der Emulsionen sind außer Wasser und dem Kühlschmierstoffkonzentrat vor allem Konservierungs- und Anti-Nebelstoffe, Entschäumer (Tenside) und Härteregulierer. Neben dem Kühlen und Schmieren wird mit der Emulsion die Bearbeitungsstelle gespült; dabei werden anfallende Späne und andere Feststoffe abtransportiert.

Der Kühlschmierstoff durchläuft einen geschlossenen Kreislauf. Die Aufbereitungsanlage hat ein Volumen von 80.000 Litern. Foto: Elaflex Hiby Tanktechnik

Die Emulsion durchläuft bei Hiby einen geschlossenen Kreislauf. Das Volumen der neuen Aufbereitungsanlage beträgt 80.000 Liter. 28 Bearbeitungsmaschinen sind daran angeschlossen. Weitere werden folgen.

Außergewöhnlich ist aber nicht nur die Größe der Anlage. Das innovative Herzstück ist die automatische Emulsionsüberwachung mit integrierter Nachdosierung. Sie sorgt dafür, dass Kühlschmierstoffkonzentrat und Wasser stets das optimale Mischungsverhältnis haben. „Es gibt weltweit nur eine Handvoll Anlagen, die dieses Messinstrument besitzen“, unterstreicht Frederic Rothstein.

Schutz für Menschen und Umwelt

Über eine Million Euro hat das Unternehmen Elaflex Hiby Tanktechnik für den Bau der innovativen Emulsionsaufbereitungsanlage investiert. Die gelben Kompensatoren sind Bauteile, die von Elaflex in Hamburg gefertigt werden. Foto: Elaflex Hiby Tanktechnik

Überwacht wird ebenso der Bakteriengehalt der Emulsion. Bei zu starkem Bakterienbefall müsste die Emulsion ausgetauscht werden, was Kosten im hohen fünfstelligen Bereich bedeuten würde. Durch die Überprüfung des Bakteriengehalts können schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Standzeit erheblich zu verlängern. Das ist auch gut für die Umwelt, denn die Emulsion muss wesentlich seltener ersetzt und damit entsorgt werden.

Nicht zuletzt dient die gleichbleibende Qualität des Kühlschmierstoffes dem Arbeitsschutz. Trotz Schutzkleidung und Handschuhen kann es zu Hautkontakt mit der Emulsion kommen. Ist diese verunreinigt, kann sie Hautreizungen verursachen.

Elaflex Hiby Tanktechnik unterstreicht mit dem Einbau der hochmodernen und maßangefertigten Emulsionsaufbereitungsanlage einmal mehr, dass das Unternehmen am Standort Plettenberg zukunftsorientiert tätig ist.

INFO

  • Elaflex Hiby gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Zapfventilen, Schlaucharmaturen und Sicherheitskupplungen für die Tanktechnik. Acht von zehn Tankstellen in Europa sind mit den Zapfpistolen der Plettenberger Firma ausgerüstet.
  • Die Ursprünge der Firma Hiby gehen auf das Jahr 1843 zurück, als Heinrich Stumpf eine Gießerei in der Innenstadt von Plettenberg gründete. 1881 verlegte er die Firma an die Grünestraße. Im Laufe der Jahrhunderte änderten sich Produkte und Technologien – doch das Unternehmen, seit 1913 im Besitz der Familie Hiby, behielt immer seinen Charakter als Familienbetrieb.
  • 1991 wurde das neu erbaute Werk II im Industriegebiet Köbbinghausen bezogen. 1997 fusionierte Hiby mit der Firma Elaflex – Gummi Ehlers in Hamburg. Es entstand die Elaflex Hiby Tanktechnik (EHT).
  • Im Januar 2017 ist Moritz Hiby in die Geschäftsführung der EHT eingetreten. Er führt die unternehmerische Familientradition in der vierten Generation fort.
  • Die Elaflex-Hiby-Gruppe beschäftigt weltweit etwa 630 Mitarbeiter.
  • In Plettenberg bildet EHT in sieben Berufen aus – vom Gießereimechaniker bis zur Fachkraft Lagerlogistik. Ob Ausbildungspaten, Werkunterricht, Übernahme von Fahrtkosten, Unterrichts- und Prüfungsmaterialien oder Fachseminare: Die Azubis erhalten viel Unterstützung. Und die meisten werden auch übernommen.

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here