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"Gemeinsame Wege" lädt zu einer Open-Air-Veranstaltung anlässlich der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland ein. Beim Pressetermin wurde das überkonfessionelle Netzwerk durch Pfarrerin Ramona Winkler-Rudzio, Volker Hagedorn, Irmtraut Huneke und Pastor Johannes Broxtermann (v.l.n.r.) vertreten. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. „Gemeinsame Wege“ lädt auch in diesem Jahr am 3. Oktober zu einer Open-Air-Veranstaltung auf den Rathausplatz Lüdenscheid ein.

Der Tag der deutschen Einheit

Die Lüdenscheider Band96 sorgt für das musikalische Rahmenprogramm.

Der 3. Oktober ist für Deutschland ein wichtiges Datum. „Der Tag der deutschen Einheit“ erinnert jedes Jahr aufs Neue an den Fall der Mauer am 9. November 1989. 2020 feiert die Bundesrepublik Deutschland zudem dreißig Jahre Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland.

Wie im letzten Jahr wird für die diesjährige Gedenk-Veranstaltung eine große Bühne von „Sound of Centuries“ (Nicolas Leitgeb und Team) aufgebaut. Dazu gibt es Live-Musik der Lüdenscheider „Band96“ sowie geistliche Impulse, Gebet und Interviews mit Menschen, die als Zeitzeugen von ihren damaligen Erfahrungen aus den letzten Tagen der DDR berichten.

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Überkonfessionelles Netzwerk

Pfarrerin Ramona Winkler-Rudzio engagiert sich bei den “Gemeinsamen Wegen”.

Träger der Veranstaltung sind die „Gemeinsamen Wege“, ein überkonfessionelles Netzwerk von Christen aus den evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden Lüdenscheids, das vor zehn Jahren gegründet wurde. Jeden 1. Freitag im Monat lädt die Gemeinschaft von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr in die Kapelle des „Haus Elisabeth“ in der Graf-von-Galen-Straße zum gemeinsamen Gebet ein.

Auch während der Corona-Pandemie 2020 wurde an den Treffen festgehalten. Sie fanden in den vergangenen Monaten per Zoom statt.

Gemeinsame Anliegen und Aktionen

Aus diesen Treffen heraus erwachsen immer wieder gemeinsame Anliegen und Aktionen für die Stadt Lüdenscheid. „Gemeinsame Wege“ organisierte bereits den „Europatag 2018“, den „Family-Day“ beim Bautz-Festival 2019 und die letztjährige große Gedenk-Veranstaltung zum Mauerfall, bei der mehrere hundert Menschen erst an einem Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Joseph und Medardus teilnahmen und dann in einem Fackelzug zu einer Kundgebung auf dem Sternplatz zogen. Im „Corona-Jahr 2020“ muss der Gottesdienst in der Kirche entfallen. Dafür erhoffen sich die Organisatoren regen Zulauf auf dem Rathausplatz.

Spannende Interviews

Irmtraut Huneke moderiert und führt die Interviews.

Die engagierte Lüdenscheider Christin, Buchautorin und Predigerin Irmtraut Huneke wird die Veranstaltung in diesem Jahr moderieren und zudem die Gäste interviewen. Sie begrüßt zunächst Birgit Elste, die in der DDR aufgewachsen ist und über ihr Leben vor und während des Mauerfalls berichten wird. Danach wird Judith Schulte, Lüdenscheiderin und Bandmitglied der „Band96“ erzählen, wie sie als 14-jährige Teenagerin diesen Umbruch erlebte. Sie war mit ihren Eltern vor Ort, als die entscheidende „Montagsdemonstration“ in Leipzig stattfand, die letztendlich den Fall der Mauer einleitete.

Geistliche Impulse

Für die geistlichen Impulse sorgen Pfarrerin Ramona Winkler-Rudzio (Ev. Johanniskirchengemeinde), Pastor Johannes Broxtermann (St. Joseph und Medardus-Kirche Lüdenscheid) und Thomas Tetzlaff, der als Bandleader der „Band96“ auf der Bühne steht. Sie werden darüber sprechen, wie nicht nur äußere sondern auch innere Mauern fallen können und zudem mit und für die Anwesenden beten.

Verantwortungsbewusste Organisation

Volker Hagedorn übernimmt die Organisation des Events.

Volker Hagedorn (Freie Evangelische Gemeinde Börsenstraße) organisiert die Veranstaltung, was in Zeiten von Corona nicht einfach ist.

Alle Besucher dürfen sich jedoch darauf verlassen, dass die geltenden Hygienevorschriften auch bei dieser Veranstaltung eingehalten werden und verantwortungsbewusst mit den Herausforderungen durch den Corona-Virus umgegangen wird. Es besteht daher Masken- und Abstandspflicht während der gesamten Veranstaltung.

Zwei Bürgermeister vor Ort

Die Veranstalter freuen sich besonders darüber, dass gleich zwei Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid dem Event beiwohnen. Altbürgermeister Dieter Dzewas übernimmt – wie im vergangenen Jahr – die Schirmherrschaft und richtet im Namen der Stadt ein Grußwort an die TeilnehmerInnen. Der neue Bürgermeister – Sebastian Wagemeyer oder Christoph Weiland – ist angefragt und wird ebenfalls an diesem Abend mit dabei sein.

Veränderung ist möglich

Ebenfalls mit dabei: Altbürgermeister Dieter Dzewas. Er spricht das Grußwort.

„Gemeinsame Wege“ lädt alle Lüdenscheider herzlich dazu ein, die Kundgebung auf dem Rathausplatz zu besuchen.

Dieses Beisammensein soll an ein Wunder erinnern, das vor 30 Jahren passierte und davon zeugt, dass tiefe und echte Veränderung möglich ist. Und daran, dass sich selbst hoffnungslos erscheinende Situationen zum Guten wenden können. Das haben die BürgerInnen der ehemaligen DDR eindrücklich bewiesen. Sie werden auch kommenden Generationen noch Vorbilder sein, die stark und mutig für Recht und Gerechtigkeit eintraten und friedlich eine ganze Welt veränderten.

Open-Air-Veranstaltung „Gemeinsame Wege“: „Wir bauen gemeinsam Zukunft – 30 Jahre Wiedervereinigung“, 3. Oktober 2020, ab 19.00 Uhr, Rathausplatz Lüdenscheid

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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