Fester Bestandteil der Veranstaltung sind auch Blicke hinter die Kulissen des Puppentheaters und der Austausch mit den Künstlern. Foto: Michelle Wolzenburg/Märkischer Kreis

Altena. (pmk) Seit 2012 veranstaltet der Fachdienst Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises die Puppentheater-Tage auf Burg Altena. Dieses Jahr feiert die Veranstaltung ihren zehnten Geburtstag.

Licht an, Vorhang auf und Bühne frei für ganz besondere Geschichtenerzähler: Puppen und Marionetten, die durch ihre Spieler zum Leben erweckt werden. Auf der Burg Altena finden jedes Jahr die Puppentheater-Tage statt. Ob Pippi Langstrumpf, Frau Holle oder die furchtlosen Vampirkiller: sie alle waren schon dabei. Doch wie fand das Puppentheater den Weg nach Altena?

“Die erste Idee kam 2010. Zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum mit dem Elbe-Elster Kreis!” berichtet Michelle Wolzenburg vom Fachdienst Kultur und Tourismus. Der Partnerkreis in Brandenburg hat eine lange Puppentheater-Tradition, die viele bekannte Figurentheater und -bühnen hervorgebracht hat. Seit 1999 findet dort jährlich ein internationales Puppentheaterfestival statt. “Wir waren inspiriert und begeistert von dem Angebot. Und haben uns gedacht: Das müssen wir auch in den Märkischen Kreis holen”, blickt Wolzenburg mit Martina Handke, der damaligen Organisatorin, zurück.

Premiere der Puppentheater-Tage 2012

2012 ging im Kreis zum ersten Mal der Vorhang auf für die Puppentheater-Tage. Martina Handke erinnert sich an die Premiere: “Es gab einen großen Festakt zum Partnerschaftsjubiläum im Festsaal der Burg Altena. Zusätzlich wurde mit >>Große Welt in Klein<< eine Sonderausstellung organisiert”. Hier waren wahre Raritäten zu entdecken: Puppenstuben und Kaufläden zwischen 1830 und den 1950er Jahren.”

Während die Sonderausstellung längst abgebaut ist, blieb das Konzept der Puppentheater-Tage: vormittags Vorstellungen für Kitas und Grundschulen, nachmittags und abends Vorstellungen für Erwachsene und Familien. “Auch die Nachfrage ist unverändert hoch. Sobald wir den Ticketverkauf starten, steht das Telefon kaum still. Die Veranstaltungen sind häufig ausgebucht”, freut sich Michelle Wolzenburg.

Die Puppenspieler geben den Figuren ihre Stimmen und lassen sie so lebendig werden. Wie 2015 bei dem Kinderstück „Urmel aus dem Eis“. Foto: Michelle Wolzenburg/Märkischer Kreis

Sondervorstellungen gehören zum Programm

Fester Programmpunkt sind auch Sondervorstellungen: beispielsweise 2014 Puppentheater für Eltern und Kinder im Klinikum Lüdenscheid, 2015 ein Stück mit der Marionettenbühne “Mummenschanz” für Flüchtlinge oder 2018 eine Vorstellung für kleine Klimaschützer. Das besondere für Wolzenburg: “Puppentheater ist mobil. Es erzählt auf kleinen Bühne große Geschichten und verbindet Künstler, Besucher und uns als Veranstalter”.

Durchschnittlich über 650 Besucher kommen jedes Jahr. “Der anhaltende Zuspruch zeigt uns, dass die Puppentheater-Tage ein fester Termin im Kulturkalender sind. Viele Menschen sind Stammgäste – ob Besucher oder Künstler aus ganz Deutschland”, freut sich Michelle Wolzenburg. Nach den Vorstellungen gibt es Blicke hinter die Kulissen, die Puppen werden erklärt oder ausprobiert “Es ist immer eine familiäre Atmosphäre. Die Kleinkunst bringt uns zusammen”, beschreibt die Kreismitarbeiterin.

Und wie lief es im vergangenen Jahr? “Pandemiebedingt gab es die Puppentheater-Tage nur online. Wir konnten mit den Lüdenscheider Wollmäusen das Stück ‘Matz wünscht sich was’ live und online zeigen. Ein kleiner Trost für alle Puppentheater-Fans”, sagt Wolzenburg.

Zehnter Geburtstag im November

Dieses Jahr steht ein Highlight an: Die Puppentheater-Tage feiern runden Geburtstag. Seit zehn Jahren gibt es sie schon. Zusätzlich ist die Sonderausstellung “Vorhang auf! Marionetten” in den Museen des Märkischen Kreises auf der Burg Altena geplant. Hier soll die Geschichte des deutschen Puppentheaters eine Bühne bekommen.

“Wir alle hoffen, dass die Veranstaltungen mit unserem Hygienekonzept durchgeführt werden können”, blickt Lisa Baranowski als jüngstes Mitglied im Organisatorenteam auf den November.

Hintergrund

Seit 2012 veranstaltet der Fachdienst Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises die Puppentheater-Tage auf Burg Altena. Mit Puppen- und Marionettenspielern aus ganz Deutschland wird jährlich ein Programm für Erwachsene, Familien, Grundschulen und Kindergärten organisiert. Es gibt bereits die dritte Organisatoren-Generation: nach Martina Handke und Michelle Wolzenburg aktuell Lisa Baranowski. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Märkischen Kulturstiftung Burg Altena und den Freunden der Burg Altena e.V.

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