Symbolbild

Neuenrade. Whatsapp-Infos aus dem Rathaus? Das ist in Neuenrade vorerst Zukunftsmusik. Darauf verständigten sich die Mitglieder des städtischen Hauptausschusses in der Sitzung am 24. Januar 2018. Die SPD hatte das Thema im Dezember als Antrag eingebracht. Schon da herrschte Skepsis, wurde auf viele offene Fragen hingewiesen.

Hoher Personalaufwand

Zwischenzeitlich hat sich die Verwaltung ein Bild zum Thema gemacht. In Attendorn, das unlängst einen Rathaus-Whatsapp-Service für Bürgerinnen und Bürger eingeführt hat, gab man bereitwillig Auskunft über die bislang gemachten Erfahrungen. “Es ist personell sehr, sehr aufwendig”, berichtete Neuenrades Hauptamtsleiter Dierk Rademacher aus den Gesprächen mit Attendorn. Dort würden sich zwei Beschäftigte der städtischen Pressestelle um Internetinfos und Social-Media-Kommunikation kümmern. Das Whatsapp-Angebot werde manuell gepflegt. 800 Bürgerinnen und Bürger würden es aktuell nutzen. “Es gibt auch noch ungelöste Probleme des Datenschutzes”, fuhr Rademacher fort. Auch wenn man in der Verwaltung offen sei für Neuerungen, bekäme die Verwaltung ein solches Angebot “zum derzeitigen Zeitpunkt nicht hintereinander”, sagte der Hauptamtschef. Er sehe aktuell keine Möglichkeiten den positiven Vorschlag der SPD umzusetzen.

“Thema im Auge behalten”

Der Einschätzung folgten die übrigen Ratsfraktionen. Man werde das Thema im Auge behalten, “mehr wollten wir auch nicht anregen”, so SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Wette in der Hauptausschusssitzung. Es bestand Einvernehmen, sich zu gegebener Zeit mit den in anderen Kommunen gemachten Erfahrungen zu beschäftigen.

Links zum Thema

SPD Neuenrade Facebook-Seite mit Hinweisen zum Whatsapp-Thema

Tagesordnung Hauptausschuss und Ausschussunterlagen im Ratsinformationssystem

WDR5-Berichterstattung zu Whatsappangeboten in Brilon und Attendorn

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