Rund 40 Frauen und Männer aus dem Kreis Olpe und dem Märkischen Kreis nahmen an der letzten Arbeitskreissitzung vor der Fachtagung des Arbeitskreises „Demografie – Lebenslanges Lernen“ am 28. Februar teil. Foto: Wolfgang Teipel

Märkischer Kreis. Wie wollen wir wohnen? Dieser Frage widmet sich die nächste Fachtagung des Arbeitskreises „Demografie – Lebenslanges Lernen“.  Das inzwischen siebte Fachforum des Arbeitskreises, der sich unter Leitung der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone (Kierspe) mit dem gesellschaftlichen Wandel befasst, findet am Mittwoch, 28. Februar, ab 10 Uhr in der Ev. Tagungsstätte „Haus Nordhelle“ in Valbert statt. Anmeldungen sind ab sofort unter anderem unter www.fes..de/lnk/340 möglich.

Bezahlbarer Wohnraum immer knapper

Die Veranstaltung unter dem Titel „Wohn(t)räume – wer, wo, wann, mit wem, wohin, was dann?“ soll die zahlreichen Facetten des Wohnens mit all seinen Problemen ausleuchten. „In den Ballungsräumen ist preiswerter Wohnraum ein Riesen-Thema“, sagte Petra Crone in der jüngsten Arbeitskreis-Sitzung, bei der die letzten Vorbereitungen für die Fachtagung getroffen wurden. Aber auch in ländlichen Regionen sei bezahlbarer Wohnraum knapp. „In den vergangenen Jahren ist kaum sozialer Wohnungsbau betrieben worden. Investoren konzentrieren sich zurzeit eher auf den Bau von lukrativen Eigentumswohnungen“, kritisierte die Arbeitskreisleiterin.

Neue Konzepte müssen her

Wohin also, wenn das eigene Haus nicht mehr zum Leben im Alter passt? Wie wird das Familienwohnen der Zukunft aussehen. Selbstständiges Wohnen im Alter wird zur Herausforderung – nicht nur für ältere Menschen, sondern für Bauherren und Dienstleister. Sie müssen neue Konzepte entwickeln.

Die Fachtagung in „Haus Nordhelle“ will wichtige Impulse setzen. Deshalb hofft Petra Crone auf einen guten Zuspruch. Wie sehr das Thema Ehrenamtlern und Profis unter den Nägeln brennt, zeigte der Besuch der Arbeitskreissitzung. Rund 40 Gäste aus dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe nahmen an der Veranstaltung teil.

Schrumpfende Klein- und Mittelstädte

Zum Auftakt der von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützten Fachtagung spricht Dr. Elke Bojarra-Becker vom Deutschen Institut für Urbanistik (Berlin). Sie hat erforscht, vor welchen besonderen Herausforderungen die schrumpfenden Klein- und Mittelstädte in Sachen Wohnen stehen. Ein Thema, das in die Region passt. Schon seit Jahren leiden die Städte in Südwestfalen unter sinkenden Bevölkerungszahlen. Auf dieses Impulsreferat mit anschließender Diskussion folgen sechs Workshops.

WOGE-Nachbarschaftshilfezentren

Ingo Woeste, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Werdohl GmbH (WOGE), wird erläutern, wie Quartiersmanagement und Nachbarschaftshilfezentren dazu beitragen können, dass ältere und auch pflegebedürftige Menschen lange in ihren eigenen vier Wänden leben können. Die WOGE hat dazu Konzepte erstellt und in die Tat umgesetzt. Mehr dazu hier: http://www.woge-werdohl.de/nachbarschaftshilfezentrum.html

Niklas Füchte und Benedikt Göbel von VIRworks aus Münster werden darüber berichten, wie Nutzer mit Bauherren und Architekten kommunizieren sollten, um ihre Vorstellungen vom Wohnen umzusetzen. „Lösungen und Chancen liegen vielleicht in den Prozessen, die der technische Fortschritt und die wachsende Vernetzung mit sich bringen“, sagen die Absolventen der münster school of architecture.

Wohnen und die Integration von Neuankömmlingen ist das Thema von Prof. Dr. Sabine Meier und Silvia Mann von der Universität Siegen, Lehrstuhl Räumliche Entwicklung und Inklusion.

Wie es möglich ist, „Lebenslang l(i)ebenswert“ zu wohnen stellt Susanne Tyll (Beratung-Fortbildung-Projektentwicklung) aus Krefeld vor.

Bedeutung von Assistenz-Systemen

Anleitungen dazu, wie aus Träumen fürs Wohnen im Alter ganz konkrete Pläne werden gibt Kathleen Berchter von der VHS Volmetal. Die Rolle von technischen Assistenzsystemen und wie sie zur Sicherheit und Selbstbestimmung in der eigenen Wohnung beitragen können schildert Heike Perszeweski vom Sozialwerk St. Georg.

Die Fachtagung ist so organisiert, dass alle Teilnehmer die Chance erhalten, an zwei Workshops (vormittags und nachmittags) teilzunehmen.

Eine Abschlussrunde mit Berichten aus dem Workshops beschließt ab 15.30 Uhr die Fachtagung.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here