Die Wildschatenschätzer
Ulf Tillmann-Heinemann und Matthias Müller (vorne v.l.) sind als Wildschadenschätzer ehrenamtlich im Einsatz. Bürgermeister Antonius Wiesemann und Andrea Schäfer aus der Verwaltung übergaben die Ernennungsurkunden und ein Dankeschön. Foto: Stadt Neuenrade/Annabell Steiner

Neuenrade. Eine Rotte Wildschweine verwüstet ein Maisfeld. In der Regel klären Jäger und
Landwirt nun miteinander, wie der entstandene Schaden ausgeglichen wird. Werden sie
sich nicht einig, kann einer der Beteiligten über die Stadt einen Wildschadenschätzer hinzuziehen. Dann kommen in Neuenrade Matthias Müller und Ulf Tillmann-Heinemann ins
Spiel. Ihnen überreichte Bürgermeister Antonius Wiesemann jetzt die Ernennungsurkunde
des Märkischen Kreises für die nächste Amtszeit.

Matthias Müller ist bereits zehn Jahr im Amt, Ulf Tillmann-Heinemann engagiert sich schon
fünf Jahre lang – und das ehrenamtlich. Zur Abschätzung von Wild- und Jagdschäden an
landwirtschaftlichen Pflanzen und Flächen bestellt die Untere Jagdbehörde Wildschadenschätzer. Entsteht einem Eigentümer oder Pächter an seinem landwirtschaftlich genutzten Grundstück ein Schaden durch Wild, muss er ihn innerhalb einer Woche nach Bekanntwerden der Gemeinde melden. Bei der Stadt Neuenrade ist Andrea Schäfer die richtige Ansprechpartnerin, die wiederum den Kontakt zu Matthias Müller oder Ulf Tillmann-Heinemann herstellt. Die Wildschadenschätzer versuchen eine gütliche Einigung zu erzielen. Gelingt dies nicht, erstellen sie ein Gutachten, auf dessen Grundlage die Gemeinde einen gerichtlich überprüfbaren Vorbescheid erlässt.

Meist kommt es aber gar nicht so weit, wie Matthias Müller betont: „In erster Linie fühle ich mich als Vermittler.“ Als effektiv habe es sich erwiesen, mit den Beteiligten einzeln zu sprechen und jeden auf seine Rechte und Pflichten aufmerksam zu machen. „In der Regel höre ich dann schon nichts mehr.“ Sein Stellvertreter Ulf Tillmann-Heinemann ergänzt, dass sie unparteiisch und nach bestem Wissen und Gewissen handeln: „Da wir Jäger und Landwirte sind, haben wir für beide Seiten Verständnis.“

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Antonius Wiesemann lobte die beiden für ihr Fingerspitzengefühl: „Wir sind froh und stolz,
so eine tolle Truppe zu haben, die ihre Aufgabe so gewissenhaft erfüllt.“ Für die zurückliegende Arbeit bedankte sich der Bürgermeister mit einem Präsentkorb.

Viele Einsätze gibt es für die Wildschadenschätzer nicht: Im Jahr 2021 mussten sie nicht
aktiv werden, in den Jahren davor führten sie etwa eine Handvoll Gespräche.

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