Nicht jeder kann unbeschwert genießen. Jeder fünfte Mensch leidet unter einer Essstörung. Foto: pixabay.com

Lüdenscheid. Für den einen ist Essen das Schönste auf der Welt, für den anderen ist die Nahrungsaufnahme eine reine Tortur: Auffälligkeiten im Essverhalten sind weit verbreitet, jeder fünfte Mensch leidet unter einer Essstörung. In einem Vortrag der Reihe „Lüdenscheider Forum Seele & Körper“ möchte Dr. Gerhard Hildenbrand, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid, zum Thema „Wenn Essen zum Problem wird – Essstörungen verstehen und überwinden“ referieren. Dabei stehen Ursachen, Erscheinungsformen, Bewältigungs- und Behandlungsmöglichkeiten der Essstörungen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Alle Interessierten sind deshalb sehr herzlich am 19. Februar um 18.30 Uhr in das Seminarzentrum (Haus7) am Klinikum Lüdenscheid eingeladen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Im Anschluss an den Vortrag wird es ausreichend Zeit für Fragen und zur Diskussion geben.

Erkrankung wie eine Sucht

Eine Essstörung sollte man nicht leichtfertig abtun. Bleibt sie oft lange Zeit unentdeckt, ist sie dennoch häufig behandlungsbedürftig und kann lebensbedrohlich sein. An Magersucht und an Bulimie (Ess-Brech-Sucht) erkranken überwiegend Frauen, während die unkontrollierte, übermäßige Nahrungsaufnahme und das daraus folgende, oft erhebliche Übergewicht (Adipositas) beide Geschlechter betreffen. Die Betroffenen erleben ihre Erkrankung wie eine Sucht, der sie sich nicht entziehen können, selbst wenn sie es wollen. Durch Hungern oder Essen versuchen sie innere Spannungen abzubauen, unangenehme Gefühle zu bewältigen, mit Konflikten fertig zu werden oder das Selbstwertgefühl zu regulieren. Um das „Suchtmittel Nahrung“ kann man, anders als bei Alkohol oder Drogen, keinen Bogen machen. Jeder Mensch muss essen.
Mit vier Veranstaltungen pro Jahr bietet das Lüdenscheider Forum Seele & Körper einem interessierten Publikum Informationen zu den vielfältigen Themen der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. Die Vorträge erklären spezielle leib-seelische Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Störungen und informieren über Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung. Die Vortragsinhalte sind allgemein verständlich und dennoch der wissenschaftlichen Psychosomatik und Psychotherapie verpflichtet.

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