Prof. Dr. Markus Zarse (links) und Privatdozent Dr. med. Harilaos Bogosian sind Referenten beim Arzt-Patienten-Seminar am 3. November. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Wenn das Herz stolpert und aus dem Takt gerät, wird’s ernst. Das sogenannte Vorhofflimmern kann der Vorbote eines Schlaganfalls sein. Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. „Kommt der Patient früh genug zu uns, können wir diese Störung sehr gut behandeln“, sagt Prof. Dr. Markus Zarse, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Klinikum Lüdenscheid. Er ist Fachmann auf dem Gebiet der Katheterablation, mit der die Zellen, die Störungen auslösen, verödet werden.

„Nach dem Eingriff bleibt der Patient ein bis zwei Tage in der Klinik“, sagt der Mediziner. „Danach ist er in der Regel beschwerdefrei.“



Der Eintritt ist frei

Prof. Dr. Markus Zarse ist einer der Referenten beim 16. Lüdenscheider Arzt-Patienten-Seminar am Samstag, 3. November, von 9 bis 12.15 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Herz außer Takt“. Sie beschäftigt sich mit Ursachen und Therapiemöglichkeiten bei Herzrhythmusstörungen. Der Eintritt ist frei.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen für ein stolperndes Herz können vielfältig sein. „Oft löst ein ungesunder Lebensstil solche Störungen aus“, sagt Prof. Dr. Markus Zarse. Dazu zählt er ungesunde Ernährung aber auch Überforderung in Beruf und Freizeit. Auch ältere Menschen leiden häufig unter Herzrhythmusstörungen.

Da immer mehr Menschen unter solchen Erkrankungen leiden, haben die Märkischen Kliniken und die Deutsche Herzstiftung sowie die AOK Nordwest das Kulturhaus als Veranstaltungsort gewählt. „So können wir an einem Vormittag sehr viele Menschen erreichen“, erläutert Prof. Dr. Markus Zarse. Die Veranstaltung solle verunsicherten Menschen Ängste nehmen und über die verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Herzschrittmacher oder nicht?

Prof. Dr. med. Bernd Lemke, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie hat einen Vortrag zum Thema „Schnelle Herzrhythmusstörungen: Wann sind sie ungefährlich und wann muss man zum Arzt?“ vorbereitet. Über das Thema „Vorhofflimmern: Diagnosestellung und Behandlung der häufigsten Herzrhythmusstörung“, spricht anschließend Prof. Dr. Markus Zarse. Dr. Zana Karosiene, Oberärztin der Klinik für Kardiologie und Angiologie, beschäftigt sich mit dem Thema „Langsame Herzrhythmusstörungen“ und der Frage „Wann braucht der Patient einen Herzschrittmacher und was ist der Unterschied zum Defibrillator?“.

Fallbeispiele

Nach der Pause wird Privatdozent Dr. med. Harilaos Bogossion, Oberarzt und Leiter der Elektrophysiologie am Klinikum Lüdenscheid, einige Fallbeispiele vorstellen. Wie sich Herzrhythmusstörungen durch körperliche Aktivität beeinflussen lassen und wie man nach der Ablation oder der Schrittmacher-Implantation in den Alltag zurückkehrt, erläutert abschließend Dr. Jens Kolbe, Leitender Arzt für Ambulante Kardiologische Rehabilitation.

Auch für Laien verständlich

„Die Vorträge sind auch für Laien verständlich“, betont Prof. Dr. Markus Zarse. Außerdem sei nach den Referaten und in den Pausen ausreichend Zeit für Diskussionen und persönliche Fragen an die Referenten.

Das Vortragsangebot wird durch einige Informationsstände, beispielsweise der Märkischen Reha-Kliniken, der Deutschen Herzstiftung und des Herzsportvereins Lüdenscheid, abgerundet.

 

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here