Landrat Marco Voge (rechts) fasste bei der Pressekonferenz der Kreispolizeibehörde MK die wesentlichen Erkenntnisse zusammen. Neben ihm Abteilungsleiter Manfred Kurzawe (M.) und Ralf Genster, Leiter des Verkehrskommissariats Süd. Foto: Polizei MK

Märkischer Kreis. (ots) Trotz des pandemiebedingt geringeren Verkehrsaufkommens ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Märkischen Kreis im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Dafür wurden weniger Menschen verletzt. am Dienstag (15. März) hat die Kreispolizeibehörde MK in Iserlohn die Verkehrsunfallstatistik 2021 vorgestellt.

Das Jahr 2021 stand erneut unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie. Diese führte zu vielen Einschränkungen im täglichen Leben, und damit auch erneut zu deutlich weniger Straßenverkehr als vor der Pandemie üblich.

Claus Croce, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei MK, erläuterte Zahlen, Unfallursachen und Maßnahmen der Polizei. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 stieg die Gesamtanzahl aller Verkehrsunfälle um 3,4 Prozent an: 12.556 Unfälle wurden von der Polizei aufgenommen. Die Zahl der getöteten Personen blieb mit vier konstant. Bei 203 Unfällen wurden Personen schwer verletzt (18,15 Prozent weniger als im Jahr 2020). Auch die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten sank auf nun 789. Die genauen Zahlen – auch aus den Kommunen des Märkischen Kreises – sind auf der Internet-Seite der Kreispolizeibehörde unter https://maerkischer-kreis.polizei.nrw/ abrufbar.

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Überhöhte Geschwindigkeit Hauptunfallursache

Überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache bei Personenschadensunfällen mit Schwerverletzten und Toten. Zum Schutz aller Verkehrsbeteiligten appellierte Landrat Marco Voge bei der Präsentation der Statistik, sich an die Verkehrsregeln – auch die Verkehrszulassungsregeln – zu halten. Im Netzwerk mit dem Kreis und den Kommunen setzt die Polizei hier einen klaren Tätigkeitsschwerpunkt.

Ein getöteter Kradfahrer

Die Anzahl der Unfälle mit Kradfahrenden, sowie die Zahl der hierbei Verunglückten ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken – ein Kradfahrender kam bei einem Verkehrsunfall jedoch ums Leben. Das Risiko mit einem Motorrad zu verunglücken ist um ein Vielfaches höher als mit einem Pkw. Motorräder sind aufgrund ihrer schmalen Silhouette leicht zu übersehen. Motorräder haben keine Knautschzone und bieten weniger Schutz als Personen- oder Lastkraftwagen. Maßnahmen gegen Ablenkung wurden und werden weiter intensiviert. Die Nutzung elektronischer Geräte im Fahrzeug entspricht der Wirkung von 0,8 Promille Blutalkoholgehalt. Zur Unterstützung der Präventionsarbeit setzt die Polizei MK in diesem Jahr erstmalig einen Ablenkungssimulator ein.

Hohe Aufklärungsquote nach Unfallfluchten

Jeder fünfte Verkehrsunfall ist ein Verkehrsunfall mit Flucht. Die Aufklärungsquote bei „Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden“ liegt in der KPB Märkischer Kreis weit über dem Landesdurchschnitt. Es gab im vergangenen Jahr 74 Unfälle mit verletzten Personen, nach denen die Fahrer/-innen das Weite suchten. Vier von fünf Fällen (78,38 Prozent) konnten aufgeklärt werden. Das Risiko, erwischt zu werden, ist enorm hoch.

Das langfristig angelegte, strategische Ziel der Polizei lautet: Weniger Tote und Verletzte auf Straßen des Märkischen Kreises, durch eine ursachenorientierte Verkehrssicherheitsarbeit, mit den zur Verfügung stehenden polizeilichen Kräften, im Netzwerk mit anderen Verantwortungsträgern. (cris)

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