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Weitere Soldatinnen und Soldaten unterstützen das Hagener Gesundheitsamt seit dieser Woche bei der Kontaktnachverfolgung. Foto: Clara Treude/Stadt Hagen

Hagen. Mit den weiterhin steigenden Coronazahlen wächst auch der Druck auf die Gesundheitsämter bei der  Kontaktnachverfolgung. Einen Folgeantrag des Krisenstabs der Stadt Hagen an das Landeskommando Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr nun positiv beschieden: die zehn Soldatinnen und Soldaten von der Luftwaffenunterstützungsgruppe aus Kalkar verbleiben zunächst bis zum 4. Dezember in Hagen – und werden seit dieser Woche von zehn weiteren Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe unterstützt.

“Das sind sehr gute Nachrichten”, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz. “Wir bedanken uns ausdrücklich für die Unterstützung der Kameradinnen und Kameraden und für die vom ersten Antrag gewohnte schnelle und unkomplizierte Hilfe.” Die Bundeswehr leistet seit März in den verschiedensten Bereichen Unterstützungshilfe in der Coronapandemie in ganz Deutschland.

Rund 15.000 Soldatinnen und Soldaten helfen bundesweit im Kampf gegen das Virus. “Für uns Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist es eine Selbstverständlichkeit, das Gesundheitsamt Hagen auch weiterhin bei seiner wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Auf uns ist Verlass, wir helfen, solange wir gebraucht und gewünscht werden sowie die nötigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellen können”, sagt Stefan Heydt, Oberstleutnant und Leiter der Informationsarbeit des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen.

Mit der neuen Unterstützung durch die Soldaten arbeiten nun über 70 Mitarbeiter sieben Tage die Woche oftmals bis in die späten Abendstunden an der Ermittlung, Verständigung und Betreuung von Coronainfizierten und deren Kontaktpersonen. “Trotz des hohen Anstiegs positiver Coronafälle in Hagen und dem daraus resultierenden enormen Arbeitsaufkommen für unser Team können wir aktuell rund 85 Prozent der Infektionsketten nachvollziehen”, sagt Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Gesundheitsamtes. “Damit liegen wir weit über dem Landesdurchschnitt.” Neben städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz und extern eingestellte Personen aus.

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