Intensiver Austausch über die Walz und das Handwerk: (v.l.) Dirk H. Jedan, Max Rittmeister und Jens Rodermund. Foto: KHMK/Pusch

Iserlohn. Der Anblick ist selten geworden, deshalb war die Freude besonders groß, als Wandergeselle Max Rittmeister kürzlich im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn Station machte. Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan und sein Geschäftsführerkollege Jens Rodermund begrüßten den Tischlergesellen aus Waldheim, einer kleinen Ortschaft zwischen Leipzig und Dresden, und nahmen sich gerne Zeit für ein Gespräch.

Max Rittmeister ist als Mitglied des „Fremden Freiheitsschachtes“ seit zweieinhalb Jahren auf der „Walz“ und den überlieferten Regeln und Brauchtümern der Gesellenvereinigung verpflichtet.

Zu Beginn seiner Wanderschaft stellte sich die Corona-Pandemie als einschneidendes Erlebnis dar: „Vorher hatten wir alle ein halbes Jahr richtig Spaß, dann war alles von jetzt auf gleich dicht.“ Eigentlich lerne man die Leute in Kneipen und sonstigen Lokalitäten kennen, was schlagartig nicht mehr möglich gewesen sei. Selbst das Trampen wurde schwierig. Von daher sei die Erleichterung groß gewesen, als sich so langsam alles wieder eingependelt habe. Schwierig sei es gewesen, sich über die ständig neuen Verordnungen und Regelungen zu informieren: „Neuigkeiten erfuhr man im Wesentlichen bei den Leuten, mit denen man im Auto gefahren ist oder in Bäckereien und Supermärkten.“, so Max Rittmeister.

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Trotz aller Hindernisse hat er sich nach eigenen Angaben „bereits ein paar Länder angeschaut“ und noch viel vor. Österreich, Niederlande, Rumänien, Italien, Griechenland und die Schweiz sind schon in seinem Wanderbuch verewigt. Zu den Eidgenossen zieht es ihn auf jeden Fall noch mal hin während seiner geplanten Wanderschaft bis mindestens Sommer nächsten Jahres. Auch Schweden steht auf dem Plan, denn, so Rittmeister „ich habe lange nicht alles gesehen.“

Was er aber jetzt schon sagen kann: Er hatte „ganz viele schöne Erlebnisse“ und schätze an der Walz die Ungebundenheit und die Freiheit, die man einfach nicht aufgeben wolle, wenn man sie einmal kennen und schätzen gelernt habe.

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