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Malte mit DaVinci. Foto: Gerlach

Meinerzhagen. Normalerweise findet während des NRW-Landeslagers der Haik, ein großes Geländespiel, mit bis zu 50 Gruppen statt. Dieses Landeslager ist Pfingsten bekanntermaßen ausgefallen und die Meinerzhagener Waldläufer tippelten rund um Meinerzhagen.

Am vergangenen Wochenende wurde nun ein spezieller verteilter Haik für alle Horste in NRW angeboten.

Die Gruppen erhielten am Samstag morgen um 10:00 Uhr die Aufgabenstellungen und hatten dann Zeit bis 18:00 Uhr, um die Lösungen per Mail/WhatsApp einzusenden. Trotz der sehr durchwachsenen Wettervorhersage trafen sich am Samstag morgen dann fünf Waldläufer mit Pünktchen, um die Aufgabenstellung zu empfangen.

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Jörg mit dem Uhu Snow. Foto: Gerlach

Aufgabe 1 „Herbarium“: Es sollten drei Baumsteckbriefe erstellt werden. Auf dem Weg zur Volmequelle schauten alle nach rechts und links, um schöne Blätter & Früchte zu finden. So entstanden dann Steckbriefe für Kastanie, Kiefer, Buche und Eiche.

Aufgabe 2 „Nistkastenkunst“: Es sollten je ein Nistkasten zum Motto Fahrt / Waldjugend / „Rettet die Waldvögel“ verziert werden. Die Kästen sollten eigentlich auch direkt aufgehangen werden, was aber auf Grund der Wetterhvorhersage verschoben wurde.

Aufgabe 3: „Kothenkunst“: Mit dem Material für eine Hochkohte sollte eine ausgefallene Konstruktion erstellt werden. Hierzu packten die Waldläufer einen Bollerwagen mit dem Material und machten sich auf den Weg zur Streuobstwiese. Auf dem Weg dorthin zog immer mehr Nebel auf und es wurde deutlich feuchter. Auf der Wiese wurden dann die Aufbauarbeiten durch Überraschungsgäste unterbrochen.

Dominic bemalt einen Nistkasten. Foto: Gerlach

Es erschienen Birgit Struth und Jörg Eilrich-Struth vom Orden Deutscher Falkoniere   www.falknerverband.de  mit ihren Vögeln Snow, DaVinci und Raja.

Snow ist ein sibirischer Uhu der mit fünf Jahren im besten Teenageralter ist. Hierzu erfuhren die Waldläufer eine Geschichte: Früher wurden diese besonderen Tiere in Sibirien gezüchtet, um anschließend ausgestopft zu werden. Mit jedem ausgstopften Tier konnte dann eine Familie ein Jahr überleben. Jetzt werden diese Uhus in Deutschland nachgezüchtet und dann nach Sibirien an Wildhüter übergeben, die so lange Geld für die Betreung ihres Vogels bekommen, solange er lebt. „Und so ein Vogel kann bis zu 70 Jahre alt werden“, beendet Jörg die Geschichte.

Birgit mit Raja. Foto: Gerlach

DaVinci ist ein spezieller Andenbussard. Er war auch schon mit Snow auf dem Landeslager 2017 in Meinerzhagen dabei. „Dieser Vogel ist einer der wenigen Greifen, die im Rudel jagen.“, erklärte Birgit. An seinem Gefider konnten die Waldläufer nun sehen, wie der mittlerweile einsetzende Regen wunderbar abperlte. Jeder Waldläufer durfte dann auch mit  DaVinci persönlichen Kontakt aufnehmen und ihn mit Handschuh auf den Arm nehmen. „Keine Angst, er ist tiefenentspannt …“, erklärte Jörg etwas verschmitzt „denn wenn er zupackt, schließen seine Krallen mit ca. 250kg …“

Der 3. Gast ist Raja, eine ganz junge Rotmilan-Dame, die ihren ersten Auftritt als Schulungsvogel absolvierte. Diese Vögel sind besonders geschützt und Birgit ist eine derwenigen Falknerinnen, die so einen Vögel für Schulungszwecke besitzen darf. „Selbst wenn ich euch eine Feder schenken möchte, muss da jede Menge Bürokram erledigt werden.“ erklärt Birgit auf die Frage, ob man denn eine Feder haben darf.

Dieser Kontakt war für die die Waldläufer besonders interessant, weil „Rocko Rotmilan“ einer der fünf Vögel aus der DWJ-Bundesaktion „Rettet die Waldvögel“  www.waldjugend.de/waldvoegel  ist.

Nachdem sich die Vögel verabschiedet haben, wurde dann das Kothendach schnell (und nicht besonders hübsch) aufgebaut, damit man endlich im Trockenen sitzen konnte und das Feuerchen wärmen konnte. Dieses wurde dann auch genutzt, um Grillwürstchen und Stockbrot zuzubereiten. Mit Regenwasser und selbst produzierten Apfelsaft wurde dann auch noch der spezielle Waldläufer-Ice-Tea „produziert“.

Das Meinerzhagener Haik-Team. Foto: Gerlach

Als der Regen dann um 17:00 Uhr aufhörte, bestaunte man die abdampfende Kothenplane und überlegte nur kurz, ob die Konstruktion noch aufgewertet werden sollte. Bis 18:00 wurden alle Ergebnisse dann an die Haik-Leitung transferiert und kurz danach wurde das schiefe, aber hilfreiche Kothendach abgebaut und der Platz aufgeräumt vorlassen.

Um kurz vor 19:00 Uhr gab es die Abschlussrunde, die Dominik mit den für alle passenden Worten „Das war ein g….. Tag!“ beendete.

Am Sonntag morgen kam dann die Auswertung: Platz 5 – Gratulation!

Kontakt: horstleitung@waldjugend-meinerzhagen.de   oder +49 177 55 98582

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