Ob der 22-Jährige auch für den Brand am Silberg Ende Juli verantwortlich ist, wird jetzt geklärt. Foto: Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg. (ots) Nachdem es am gestrigen Mittwoch erneut im Stadtbereich Am Schellhagen sowie an der Affelner Straße Wald gebrannt hat, konnte im Zuge der bereits längerfristigen polizeilichen Ermittlungen nun ein 22-Jähriger freiwilliger Feuerwehrmann aus Plettenberg ermittelt werden. Er soll nach ersten Erkenntnissen, neben den oben genannten Bränden, auch für weitere Waldbrände in Plettenberg als Tatverdächtiger in Frage kommen. Welche Taten dem Verdächtigen nun seit Juli im Einzelfall zugeordnet werden können, ist Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen. Gegen den 22-Jährigen wird daher wegen mehrfacher Brandstiftung ermittelt. (schl)

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schule schockiert. In einer ersten Stellungnahme aus dem Rathaus heißt es:

Liebe Plettenbergerinnen und Plettenberger,

Anzeige


in den letzten Wochen haben wir alle mit Sorge die hohe Anzahl an Waldbränden in unserer VierTälerStadt und der Umgebung verfolgt. Dabei spielte bei sehr vielen von Ihnen auch immer die Sorge um geliebte Menschen eine Rolle, die dann als haupt und ehrenamtliche Feuerwehrleute im Einsatz waren.

Es ist unseren Wehrleuten und unterstützenden Einsatzkräften zu verdanken, dass auch aus den größten Bränden keine Katastrophen entstanden sind, denn unter Einsatz ihres Lebens haben sie gegen die Brände, die Flammen, die Hitze gekämpft und tun dies in diesen trockenen Tagen weiter. Umso schockierender ist die aktuelle Meldung der Polizei im Märkischen Kreis, dass gestern beieinem weiteren Brandgeschehen ein mutmaßlicher Täter verhaftet wurde, der aus den Reihen der freiwilligen Feuerwehr stammen soll. Er befand sich in Haft und ist vom Dienst freigestellt.

Zu diesem Zeitpunkt werde ich mich wird sich die Stadtverwaltung nicht zur Personalie, den Ermittlungen oder der Verhaftung an sich äußern. Einerseits gilt immer die Unschuldsvermutung und Ermittlungen dienen der Klärung und nicht der Vorverurteilung. Andererseits sind wir es allen anderen Einsatzkräften unserer VierTälerStadt schuldig. Denn so können diese sich sicher sein, dass wir uns vor sie stellen, sie schützen, so wie sie uns schützen.

Ich vertraue aber auch auf unser Rechtssystem. Sollten die Ermittlungen und ein eventuell später daran anschließendes Verfahren zeigen, dass die verhaftete Person eine Straftat begangen hat, wird diese entsprechend zur Verantwortung gezogen. Dessen bin ich mir sicher.

Abschließend möchte ich noch eins ganz klar sagen: In fast allen Berufsfeldern findet sich ein Querschnitt der Gesellschaft. Die absolute Mehrheit sind gute, aufrichtige Menschen. Nur ganz wenige bilden die Ausnahme. Mein Vertrauen in unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichenFeuerwehrleute ist daher unerschüttert! Gleiches gilt für alle anderen Einsatzkräfte unserer Stadt Plettenberg. Ich bin sehr dankbar, dass all diese Frauen und Männer tagtäglich für uns da sind.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here