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Bürgermeister Ulrich Schulte (stehend) möchte die Vorwürfe der Löschgruppe Holthausen gegen sich selbst und die Wehrleitung (von links: Hans-Peter Kapitain, Thorsten Spiegel, beide Stadtverwaltung Plettenberg, Stadtbrandmeister Markus Bauckhage, die stellv. Stadtbrandmeister Frank Hinkelmann und Markus Hüsken) nicht ohne Widerspruch im Raume stehen lassen. Archivfoto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Bürgermeister Ulrich Schulte nimmt Stellung zu den Aussagen der Löschgruppe Holthausen, mit der die Rücktritte der Gruppenleiter und zahlreicher Feuerwehrleute begründet werden:

Den Artikel „Löschgruppe Holthausen vor Auflösung“ habe ich heute mit Bedauern und mit Befremden zur Kenntnis genommen. Hierzu möchte ich einige Dinge klarstellen. Entgegen der Aussage der Löschgruppe Holthausen wurde nicht versucht, eine langfristige Verbesserung der Gesamtsituation und des Umganges innerhalb der Feuerwehr Plettenberg zu erreichen – im Gegenteil.

Alleingang der Löschgruppe Holthausen

Bei einem Gespräch mit dem Löschgruppenführer am 12.02., das eigentlich dazu dienen sollte, eine Einigung hinsichtlich der Beschaffung eines neuen TLF 3000 zu erzielen, wurden mir zwei Listen vorgelegt. Die eine enthielt alle vermeintlichen Fehler und Versäumnisse des Wehrleiters Markus Bauckhage, die andere war eine Unterschriftenliste, mit der ein Großteil der Löschgruppe ihren Rücktritt ankündigte. Nach Erläuterung der Fehlerliste wurde mir eine Frist von zwei Wochen gesetzt, um den Wehrleiter abzuberufen. Diese Aktion erfolgte ohne Unterstützung oder Rücksprache mit den anderen Löschgruppen. Eine nicht nur in Feuerwehrkreisen befremdliche Vorgehensweise. Gleichzeitig wurde ich gebeten, diese Fehlerliste nicht weiterzugeben; ich sollte also spontan heraus einen Grund finden, den Wehrleiter abzuberufen.



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Da meines Erachtens solch ein Ansinnen nicht nur von einer Löschgruppe, sondern vom Großteil der Freiwilligen Feuerwehr getragen werden müsste und ich einem Menschen, der lange Jahre ehrenamtlich für die Stadt und ihre Bürger gearbeitet hat, nicht einfach abberufen wollte, habe ich stattdessen versucht, einen erneuten Gesprächstermin zwischen Löschgruppe und Wehrleitung zu organisieren. Darauf ging die Löschgruppe aber nicht ein, stattdessen wurde mit mitgeteilt, dass die Frist verstrichen sei und die Löschgruppe zurücktrete. Diese Entscheidung wurde auch der Presse mitgeteilt.

Um Schlimmeres zu verhindern gab es dann am 23.03. ein Krisengespräch mit der Löschgruppe, an der zwar nicht der Wehrleiter, aber sein Stellvertreter, die Verwaltung und der Kreisbrandmeister teilnahmen. Ergebnis war es, dass eine neue Kommunikationstruktur innerhalb der Feuerwehr aufgebaut werden sollte. Dies sollte durch ein gemeinsames Wochenende aller Löschgruppenführer und Stellvertreter mitsamt Wehrleitung und Kreisbrandmeister bei externer Mediation außerhalb von Plettenberg geschehen.

“Wer eine Diskussion anstößt, muss auch mit dem Widerstand dagegen umgehen können.”

Zur Vorbereitung dieses externen Wochenendes gab es am vergangenen Freitag ein Gespräch nur unter den Löschgruppenführern mit der Wehrleitung und dem Kreisbrandmeister. Grundlage war die besagte Liste, die ich nach der Rücktrittsankündigung der Löschgruppe dem Wehrleiter übergeben hatte. Im Ergebnis wurden einige Punkte widerlegt, aber es wurde auch vereinbart, dass alle Löschgruppen relevante Punkte notieren, bei denen die Zusammenarbeit verbessert werden könnte. Dazu wollte man sich am 16.04. wieder treffen.

Dass dieses Treffen von der Löschgruppe Holthausen als Tribunal empfunden wurde, ist sehr bedauerlich. Ebenso die daraus folgenden Reaktionen. Es gab deshalb schon Rücktritte und weitere werden pressewirksam angekündigt. Wer jedoch eine Diskussion anstößt, muss auch mit dem Widerstand dagegen umgehen können.

Ich danke allen Feuerwehrmännern und -frauen für ihren bisherigen Einsatz und appelliere an diejenigen, die ihren Dienst für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger gern tun, die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Plettenberg weiterhin zu unterstützen.

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