Die Plettenberger Schützenvereine besuchen sich gegenseitig bei ihren Schützenfesten (hier die Abordnung des SV Grünetal beim Festzug in Eiringhausen). Ein gemeinsames Schützenfest steht bisher aber nicht zur Debatte. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Nachricht schlug tatsächlich ein wie die sprichwörtliche Bombe, die die Lokalzeitung Süderländer Tageblatt daraus machte: Die Vorstände der Plettenberger Schützenvereine hätten bereits über ein gemeinsames Schützenfest gesprochen, heißt es im Bericht über die Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Grünetal am Freitag (24. Januar). Dem widersprechen die Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der sechs Schützenvereine in Plettenberg in einer gemeinsamen Stellungnahme. Im Zeitungsbericht seien einige Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen worden, stellen die Schützenvorstände fest.

Zum Hintergrund: Zweimal im Jahr treffen sich die 1. und 2. Vorsitzenden der sechs Vereine zu einer Gesprächsrunde. In erster Linie geht es dabei um die Terminabsprache unter den Vereinen.

Steffen Fuhrich, 1. Vorsitzender des Schützenvereins Grünetal Foto: Bernhard Schlütter

In der Stellungnahme heißt es: Auf der Jahreshauptversammlung des SV Grünetal wurde dessen Vorsitzender Steffen Fuhrich von einem Mitglied gefragt, welche Themen bei diesen Gelegenheiten denn noch besprochen würden. Fuhrich antwortete, dass man u.a. darüber diskutiere, welche Möglichkeiten einer Zusammenarbeit der Schützenvereine es gäbe und dass auch schon mal ein gemeinsames Schützenfest mit allen Plettenberger Schützenvereinen andiskutiert worden sei. Grundsätzlich, so bestätigten auch Mitglieder aus der Versammlung, werde bei den einzelnen Festen gemeinsam gefeiert und es herrsche ein gutes Miteinander.

“Jeder Verein ist stolz auf sein Fest”

Allerdings legen die Vorstände Wert darauf, dass „keinerlei Pläne über eine Fusion der Vereine oder über ein Plettenberger Schützenfest unter Beteiligung aller Schützenvereine ausgiebig diskutiert, geschweige denn erarbeitet“ worden sei. Mit dem gemeinsamen Winterball am 29. Februar – für den es bei den Vorständen noch Restkarten gibt – und dem Kreiskönigsschießen am 29. August würden allerdings in diesem Jahr zwei von allen Vereinen organisierte Veranstaltungen stattfinden, auf die sich alle Beteiligten freuten.

„Ein gemeinsames Schützenfest wird es jedoch in näherer Zukunft nicht geben“, betonen die Vorstände. „Jeder Verein ist stolz auf sein Fest. In Plettenberg können wir froh sein, sechs unterschiedliche Feste, jedes mit seinem eigenen Charme, feiern zu dürfen.“

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