TEILEN
Kunst aus dem Rollstuhl - eine spannende Performance von "Art Obscura". Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Menschen kurven in Rollstühlen über eine riesige Leinwand, die auf den Boden des Rosengartens gespannt ist. Aus Infusionsbeuteln tröpfelt blaue, gelbe oder rote Farbe auf die Fläche. So entsteht ein kolossales Bild. Dazu ertönen sphärische Klänge aus einem Lautsprecher. „Art Obscura“ zieht mit ihrer Performance  „Spuren“ die Passanten in den Bann.

___STEADY_PAYWALL___

Kreativ-Truppe aus Mülheim

Die Kreativ-Truppe aus Mülheim war am Samstag Gast beim Open-Air der Kulturwerkstatt „Alte Schule“. Die Veranstaltung und weitere Aktionen am 15. und 22. Juni sollen die Wartezeit auf das Sommerfest am Johannes-Busch-Haus und die Veranstaltungswoche unter dem Motto „Augenschmaus & Ohrenweide“ verkürzen.

Während Thomas Wewers, Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“, eifrig Programmhefte verteilt, füllt sich die Leinwand mit immer mehr Farbspuren. Gert Rudolph von „Art Obscura“ freut sich. „So entstehen immer wieder neue Bilder.“ Ausschnitte aus den Mammutwerken zieren die Wände der Einrichtung, in der die Menschen leben, die sich bei „Art Obscura“ beteiligen.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Der Verein Art Obscura e. V. fördert integrative Kulturprojekte von oder für Menschen mit einer Behinderung. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Arbeit des Menschen, nicht seine Behinderung.

Forum für Integrative Kunst

Art Obscura e.V. möchte der integrativen Kunst ein besonderes Forum bieten und der Ausgrenzung behinderter Künstler aus dem öffentlichen Kulturleben entgegenwirken. Das passt wunderbar zu den Zielen der Integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“.

Entstanden ist Art Obscura 1996 zunächst als Projekt von Künstlern und Kulturschaffenden, im Mai 2000 gründete sich aus der Initiative der Verein Art Obscura e. V. Die Performance „Spuren“ feierte im Jahr 2017 ihre Premiere. „Seitdem sind wir etwa vier bis fünf Mal im Jahr damit unterwegs“, erklärte Gert Rudolph am Samstag.

Jonglieren mit dem Publikum

Die Herren “Drauf & Dran” jonglieren mit allem, was ihnen zwischen die Finger kommt. Foto: Wolfgang Teipel

Wenig später lösten die Slapstick-Artisten „Drauf & Dran“ die Kreativ-Truppe aus Mülheim ab. Rolf Neuendorf und Sven Stutzenberger sind die Herren „Drauf & Dran“. Sie bieten eine Mischung aus visuellem Theater, perfekt auf Musik abgestimmte Jonglage und beziehen auch das Publikum in ihre Show mit ein.

Die „Lünsche Rotnasen“ steuerten den Abschluss zum unterhaltsamen Nachmittag im Rosengarten bei. Die hauseigene Clown-Truppe der Integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“ trieb allerlei Schabernack mit den Besuchern im Rosengarten.

Am 15. Juni geht’s weiter

Am 15. Juni bietet “Katharinas Schaubude” ab 15 Uhr in mehreren Vorstellungen auf dem Rathausplatz ein Spektakel der Kursiositäten. Um 15.45 und 16.45 Uhr präsentiert das Kindertheater “theaterspiel” sein Stück “Die Ritterprinzessin”. Auch an diesem Nachmittag ist der Eintritt frei.

 

 

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here