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Dr. Eckhard Trox, Tom Groll, Ulrike Tütemann und Matthias Czech sind gespannt auf die Diskussionsabende in der Wunderkammer. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Trends erkennen und Konzepte entwickeln, damit Zukunft nicht einfach so passiert – an welchem Ort könnte das besser geschehen als in den „Wunderkammern der Zukunft“ in den städtischen Museen Lüdenscheid. Sie bieten am Dienstag, 10. September, wieder Raum, Lüdenscheid neu zudenken. Mit von der Partie ist Frank Rehme, einer von Deutschlands wichtigsten Vordenkern im Bereich Innovation und Zukunftsgestaltung. Er wird zunächst ab 18 Uhr in einem Workshop mit geladenen Gästen präsentieren, auf welche Mega-Trends sich die Lüdenscheider Stadtgesellschaft einstellen muss. Ab 20 Uhr ist dann die Öffentlichkeit eingeladen. „Es wird garantiert ein spannender Abend mit einem interessanten Mix aus Vortrag und Diskussionen“, sagt Museumsmitarbeiterin Ulrike Tütemann.

Lüdenscheid wachrütteln

Die Wunderkammern als Denklabor: „Frank Rehme soll Lüdenscheid wachrütteln“, erklärt Linus Wortmann von den Lüdenscheider Visionären. Sie zählen neben vielen andern inzwischen zu den Stadtgefährten des Laboratoriums der Zukunft, die Themen, die aktuell noch nicht so präsent sind, einmal anderes anpacken wollen – innovativ und auch durchaus provozierend.

Mehr als der Blick in die Kristallkugel

„Frank Rehme ist dafür der richtige Mann“, betont Matthias Czech von den Lüdenscheider Visionären. Der Unternehmer, Strategieberater, Vortragsredner und Autor hat die Lüdenscheider Visionäre bei der Entwicklung ihrer „Visionen 2020“ beraten. „Er kennt die Stadt und die Trends, die in den nächsten Jahren durchschlagen werden“, sagt Matthias Czech.  Diese Entwicklungen betreffen den Handel, Mobilität, Kommunikation und kulturelles Leben gleichermaßen. Das Handelsblatt beschreibt ihn als „ … den umsetzungsorientierten Morgenmacher mit Weitblick…“. Das verspricht mehr als nur den Blick in die berühmte Kristallkugel.



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Hoffnungen und Träume von Hochbetagten

Spannend dürfte es auch am Donnerstag, 12. September, werden. Dann geht’s in den Wunderkammern um das Thema Demografie. Zunächst befasst sich ein Workshop ab 18 Uhr unter Leitung des Psychologen Dr. med. Egbert Cardinal von Widdern mit dem Thema Demographie: Hoffnungen und Träume zur Lebensphase der Hochbetagten in der Stadtgesellschaft Lüdenscheid“. Mit von Partie sind außerdem zwei Referentinnen aus Frankfurt. „Mit diesem Thema muss man sensibel umgehen“, sagt  der Lüdenscheider Künstler Tom Groll, der ebenfalls zu den Stadtgefährten der Wunderkammern gehört. Ab 20.15 Uhr folgt dann die offene Runde, in der die Besucher offen über neue Lebensformen im Alter diskutieren können.

Am 20. September sind Vertreter der Lüdenscheider „Fridays for Future“-Gruppe zu Gast in den Wunderkammern. Dann geht es um das Thema “Klima und Umwelt in Lüdenscheid”.

Am 6. Oktober macht der Lichtkünstler Robert Sochacki auf seiner Rückreise von Tunis nach Danzig in Lüdenscheid Station. Sochacki mit an der Gestaltung der Wunderkammern gearbeitet.

 

Was in Lüdenscheid „Wunderkammer“ heißt, wurde von der Kulturstiftung des Bundes in Halle als „Laboratorium der Zukunft“ als eines von 20 Projekten bezuschusst. 147.500 Euro Fördergelder fließen bis Juni 2020 in das Projekt.

Die Lüdenscheider Museen möchten mit diesem Projekt zentrale Zukunftsthemen aufgreifen und „Akteure der Zukunft“ einbinden. Sie werden im Rahmen des Projektes eingeladen, sich an der Gestaltung und den Inhalten der neuen Dauerausstellung des Geschichtsmuseums der Stadt Lüdenscheid zu beteiligen. Das Projekt wird dafür einen Experimentier- und Repräsentationsort einrichten, die „Wunderkammer der Zukunft“.

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