Schrott
Treffen im "Ritter am Markt": Die Vorbereitungen für das Schrottreif-Festival stehen kurz vor dem Abschluss. Foto: Uwe Tonscheidt

Lüdenscheid. Vom Schrott zur Kunst: Der Schrottplatz der AVL-Autoverwertung an der Dammstraße wird für drei Tage zu einer Galerie für bildende Kunst. Drumherum spielt sich ein Event der Extraklasse ab. Es ist dem Anlass durchaus angemessen.  Bei „75 Stunden für Lüdenscheid“ im Rahmen des 750. Jahrestages der Stadtwerdung zeigen Kreative aus der Region, was sie draufhaben.

Kunst und Schrott? Das geht. Sandra Manß, Betreiberin der AVL-Autoverwertung, hat es bereits mehrfach bewiesen. So erschuf sie beispielsweise für den Lüdenscheider Verein Ge-Denk-Zellen eine Skulptur aus Motorteilen. Sandra Manß zählt neben Daniel Scharf (Jugendreferent Oberrahmede), Iris Kannenberg (Kannenberg Design & Kommunikation), Nicolas Leitgeb (Sound of centuries), Stefan Regus (Ritter am Markt, Lüdenscheid) und Thomas Volkmann (Künstler) zum Orga-Team, das die Lüdenscheider mit dem ersten „Schrottreif“-Festival überraschen will.

Kreatives Leben auf dem Autofriedhof

Vom 31. Mai bis 3. Juni herrscht kreatives Leben auf dem Autofriedhof. Musik, Performance, Workshops, Lesungen, eine Schrott-Modenschau zählen zum umfangreichen Programm. Angebote für Kinder zählen ebenso zum Festival wie ein Jugendgottesdienst der Ev. Kirchengemeinde Oberrahmede. Er wird von der Jugendgruppe „Das geordnete Chaos“ (DSC), Daniel Scharf, Nadine Held, Matthias Ortmann und Iris Kannenberg gestaltet.

Auch Nicolas Leitgeb gehört mit zum Orga-Team des “Schrottreif”-Festivals. Foto: Veranstalter

Die Ev. Kirchengemeinde Oberrahmede und die Stadt Lüdenscheid haben die Trägerschaft für das „Schrottreif“-Festival übernommen. Die technische Verantwortung für den musikalischen Teil der Veranstaltung liegt in den Händen von Nicolas Leitgeb (Sound of centuries).

Start am 31. Mai um 15 Uhr

Das Festival wird am 31. Mai um 15 Uhr durch Schirmherrin Verena Kasperek (stellvertretende Bürgermeisterin) eröffnet. Es endet am Sonntag, 3. Juni, ab 13 Uhr mit einer Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse der Workshops präsentiert werden.

Malerei auf Autos und Containern

Hier wollen alle Beteiligten den Beweis liefern, dass Schrott nicht einfach Schrott ist. „Dann werden Arbeiten zu den Themen Vergänglichkeit, Statussymbol, Liebe, Sex und Tod in Zeiten des automobilen Wahnsinns gezeigt“, verspricht Thomas Volkmann. Er selbst wird in einer Live-Malaktion mit expressionistischen Strichen direkt auf Autos und Schrottcontainern assoziativ seine Motivwelt entfalten. So erfahren die zum Stillstand verdammten Schrottwagen durch seine Malerei eine neue Dynamik.

„Ich bemale alles, was sich nicht bewegt“, sagte er am Mittwoch bei einem Vorbereitungstreffen. Das Publikum sollte sich also durchaus mobil verhalten . . .

Die beiden Filmer Martin Büdenbender und Uwe Tonscheidt werden das Festival in einem Video festhalten. Ein Teil der Skulpturen wird später als Ausstellung zu sehen sein. “So erfüllen wir auch das Kritierum der Nachhaltigkeit, die von den Teilnehmenrn der 75-Stunden-für Lüdenscheid gefordert wird”, sagt Iris Kannenberg. Hier das Programm über Überblick:

 

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