Vorstandssprecher Karl Michael Dommes informierte die Vertreter über das Geschäftsjahr 2020. Foto: Volksbank

Lüdenscheid. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank in Südwestfalen eG informierten am vergangenen Montag (7. Juni) auf der Vertreterversammlung über den Verlauf des Geschäftsjahrs 2020. Vorstandssprecher Karl Michael Dommes konnte eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung vorstellen – trotz Herausforderung durch die COVID19-Pandemie. Die Genossenschaftsbank habe sich in der Corona-Krise als starker Finanzierungspartner des südwestfälischen Mittelstands profiliert. Die gut 73.000 Volksbank-Mitglieder erhalten eine Dividendenausschüttung von zwei Prozent. Auch im laufenden Geschäftsjahr liege die Volksbank auf Kurs.

Die Versammlung und die damit verbundenen Abstimmungen fanden wie im Vorjahr digital statt. Erstmals wurden die Reden von Vorstand und Aufsichtsrat live per Videostream auf die heimischen Rechner der teilnehmenden Volksbank-Vertreter übertragen.



„Das Bemerkenswerteste an dem zurückliegenden Jahr ist für uns sicherlich, dass wir Ihnen nicht nur eine Bilanz vorlegen können, die fast nahtlos an die soliden Zahlen der zurückliegenden Jahre anknüpft. Sondern um so zufriedener und zuversichtlicher und optimistischer können wir damit sein, dass wir unversehrt durch diesen Sturm gesegelt sind und bereitstehen, um unsere Privat- und Firmenkunden mit guten Ideen bei ihren künftigen Investitionsvorhaben zu unterstürzen“, hob Vorstandssprecher Karl Michael Dommes in seiner Rede hervor.

Die Bilanzsumme, das Spiegelbild der Gesamtaktivitäten der Volksbank, erhöhte sich um 5,7 Prozent und lag erstmals in der Unternehmensgeschichte über 4 Milliarden Euro. In den drei Jahren seit Fusion betrug der Zuwachs insgesamt rund 16 Prozent bzw. 550 Mio. Euro. Die Volksbank in Südwestfalen konnte damit ihren Wachstumspfad im Kundengeschäft auch 2020 fortsetzen. So führte die Addition aller bilanziellen und außerbilanziellen Kundenkrediten und Kundeneinlagen zu einem Anwachsen des betreuten Kundengeschäftsvolumens um 4,2 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Euro. Dieser Wert konnte damit seit der Fusion der beiden Volksbanken im Märkischen Kreis und Siegerland zur Volksbank in Südwestfalen im Jahr 2018 um rund 900 Millionen Euro bzw. rund 13 Prozent gesteigert werden.

Starkes Wachstum in den strategischen Geschäftsfeldern

Neue Bestmarken erreichte die Volksbank in den strategischen Geschäftsfeldern Firmenkundenbank und Immobiliengeschäft. Das Kreditneugeschäft mit den rund 6.500 Firmenkunden konnte um fast zwölf Prozent auf 359 Millionen Euro gesteigert werden. Das Volumen der Kreditmittel, die im Corona-Kontext für Firmenkunden durch die Bank begleitet wurden, lag bei rund 121 Millionen Euro. „Es freut uns besonders, dass wir insbesondere im Siegerland im Firmenkreditgeschäft deutlich präsenter geworden sind und mit unserem Leistungsangebot auf dem Radarschirm des Mittelstandes wahrgenommen werden“, unterstrich Dommes. Die neu vergebenen Immobilienkredite lagen erstmals bei über einer Viertelmilliarde Euro.

Corona-Jahr für Digitalisierung genutzt

Karl Michael Dommes betonte gegenüber der Vertreterversammlung die Aktivität und Handlungsfähigkeit der Genossenschaftsbank während der Pandemie. So habe man mit der neuen medialen Beratung im KundenDialogCenter die eigene Beratungskompetenz per Video-, Telefon- und Chatberatung digital ergänzt. Die neue Flaggschiff-Filiale im oberbergischen Marienheide zeige seit dem Frühjahr 2020, wie sich moderne stationäre Filialkonzepte mit digitalen Services im Sinne des Kunden verbinden lassen. Firmenkunden habe die Volksbank mit der neuen Plattform „echt jetzt“ ein digitales Werkzeug an die Hand gegeben, das Mehr- und Nutzwerte schafft und die Angebote und Services der Firmenkundenbank auch online stärker erlebbar macht. Zudem habe man für das Geschäftsfeld Immobilie mit der neuen Online-Plattform „Wohnen in Südwestfalen“ den Grundstein für die Entwicklung zu einem Leistungsnetzwerk Immobilie gelegt. „Damit wollen wir uns vom klassischen Finanzierer und Vermittler weiterentwickeln hin zum führenden Netzwerkpartner und erste Adresse für Immobilienbesitzer, Dienstleister und Kaufinteressenten in unserer Region sein“, erläuterte Dommes.

Strategieagenda 2024 gestartet

Das vergangene Jahr hat die Volksbank auch genutzt, um bereichsübergreifend für die Gesamtbank eine eigene Strategieagenda zu entwickeln. Hierfür wurden Handlungsfelder für jeden Geschäftsbereich sowie Schnittstellenthemen definiert, die sukzessive operativ umgesetzt werden. „Mit einer Diversifizierung unseres Geschäftsmodells wollen wir neue, nachhaltige Ertragsquellen erschließen. Zugleich wollen wir unsere Prozessstärke steigern und an Effizienz in unseren Arbeitsabläufen gewinnen“, stellte Dommes heraus. So werde die Volksbank auch in Zukunft ein tragfähiges und nachhaltiges Geschäftsmodell haben, um erfolgreich im Sinne der Mitglieder und Kunden am Markt bestehen zu können.

Starker Start ins Geschäftsjahr 2021

Vorstandssprecher Dommes blickte auch zuversichtlich auf die Entwicklung für das laufende Geschäftsjahr. Das Kreditneugeschäft erreichte in den ersten vier Monaten ein Volumen von 233 Millionen Euro, ein Plus von vier Prozent. Für das Gesamtjahr halte die Volksbank in Südwestfalen an den gesteckten Planzielen fest. Deutliche Wachstumsimpulse gingen aber nicht zuletzt von einer starken Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft aus. Hier nannte Karl Michael Dommes die wachsend nachgefragte Vermittlung von Wertpapier-, Bauspar-, Versicherungs- und Immobiliengeschäften durch die Volksbank in Südwestfalen.

Dividende beschlossen – Aufsichtsrat neu gewählt

Ohne Gegenstimme entlastete die Vertreterversammlung Vorstand und Aufsichtsrat und stimmte dem Vorschlag zu, an die Genossenschaftsmitglieder eine Dividende in Höhe von zwei Prozent auszuschütten. Turnusgemäß stand die Neuwahl des Aufsichtsrates an. Mit einem Votum von 99,5 Prozent wurden die zehn Mitglieder in ihrem Amt bestätigt, die erneut zur Wahl angetreten waren. Wiedergewählt wurden:
Prof. Dr.-Ing. Sven Keller (Vorsitzender), Siegerland, Brigitta Wallmann (stellvertretende Vorsitzende), MK/Marienheide, Kai Dörnbach, Siegerland, Jörg Kohlhage, MK/Marienheide, Melanie Regina Klein, Siegerland, Dr. Peter Koopmann, MK/Marienheide, Klaus-Peter Kraft, Siegerland, Dr. Sven Simons, MK/Marienheide, Peter Tweer, MK/Marienheide, Klaus Peter Zahn, Siegerland.

Komplettiert wird das Gremium von den fünf Arbeitnehmervertretern, die von der Belegschaft am 27. Mai turnusgemäß in den Aufsichtsrat gewählt worden sind: Heinz Griesenbruch, Private Banking Betreuer, Uta Hilden, Gruppenleiterin Kreditgeschäft, Rochus Schulz, Head of Compliance, Uwe Seelbach, Firmenkundenbetreuer, Jan Zanger, Abteilungsleiter Payments.

Quelle: Pressemitteilung Volksbank in Südwestfalen

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