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Sie lenken die Geschicke der Volksbank in Südwestfalen: Roland Krebs (Vorstand), Karl Michael Dommes (Vorstandssprecher) sowie Jens Brinkmann (Vorstand). Foto: Thomas Sommer/Volksbank in Südwestfalen

Lüdenscheid/Siegen. Die Volksbank in Südwestfalen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück und ist zuversichtlich, dass sie auch das Krisenjahr 2020 ohne größere Blessuren übersteht. Die Zahlen, die der Vorstand bei der Jahresbilanzpressekonferenz präsentierte, geben den Verantwortlichen Anlass zur Hoffnung.

Über das erste gemeinsame Geschäftsjahr nach der Fusion informierte Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes am Montag bei der ersten digitalen Vertreterversammlung. Die Zusammenkunft war bereits einmal vom Sommer in den November verschoben worden. Aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen konnte sie allerdings nicht wie vorgesehen in der Siegerlandhalle stattfinden.

Ausschüttung von 1,16 Mio. Euro

Am Ende dieser für alle Beteiligten ungewöhnlichen Versammlung stimmten die Vertreter der vorgeschlagenen Dividende in Höhe von drei Prozent zu. Die Bank wird für 2019 1,16 Millionen Euro ausschütten.

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Erlebten eine ungewöhnliche Vertreterversammlung: Karl-Michael Dommes (Vorstandssprecher) sowie die Vorstände Jens Brinkmann und Roland Krebs. Foto: Volksbank in Südwestfalen

Die Volksbank in Südwestfalen habe einen Marathon von Fusion und -direkt im Anschluss -einer Migration auf ein neues Bank-IT-System absolviert und erfolgreich beendet, informierte Karl-Michael Dommes. Die die Neuausrichtung sei mit einer deutlichen Steigerung der Bilanzsumme um 6,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, der Kundenkredite um 6,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro und der Kundeneinlagen um 6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. „Das insgesamt für unsere Kunden betreute Volumen aus Krediten und Einlagen wuchs damit um weitere 5,2 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Euro.

Immobilienkredite ausgeweitet

Bemerkenswert ist, dass allein das Wachstum seit 2016 von rund 915 Millionen Euro fast der Durchschnittsgröße einer Volksbank in Deutschland entspricht“, berichtete Dommes. In der Firmenkundenbetreuung habe es ebenfalls deutliche Zuwächse gegeben und die herausgelegten Immobilienkredite konnten ausgeweitet werden. Bei den betreuten Wertpapierbeständen konnte im Jahresverlauf 2019 ein Wachstum von über 12 Prozent und ein guter Fortschritt bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten der beiden Volksbank-Immobilientöchter –Volksbank Siegerland Immobilien GmbH und VR Südwestment GmbH & Co. KG –erzielt werden.

Online-Banking und Banking-App boomen

Im Pressegespräch nach der Vertreterversammlung ging es vor allem darum, wie sich die Bank während der Corona-Krise in diesem Jahr entwickelt hat. Der Corona-Effekt der ersten Welle im Frühjahr schlug sich bei der Volksbank in Südwestfalen als verstärkte Nutzung des Online-Bankings und der VR-Banking-App nieder. Allein die Nutzung der App stieg um 35,4 Prozent (Monatsschnitt Jan./Feb. 2020: 228.200 Zugriffe, Monatsschnitt März-Mai 2020: 308.900 Zugriffe).

Privathaushalte sind vorsichtig

Hier weitere Zahlen (alle Stichtag 30. September) aus den ersten neun Monaten dieses Jahres. Das Gesamtvolumen bilanzieller Kundenkredite stieg um fünf Prozent auf 2,388 Milliarden Euro. Allerdings spürte die Bank die Konsumzurückhaltung bei den privaten Haushalten. Die Entwicklung von Konsumentenkrediten war mit minus sieben Prozent rückläufig.

Das Neugeschäft mit Immobilienkrediten entwickelte sich gut. Nach Angaben von Vorstand Roland Krebs lag es bis Ende September bei 111 Millionen Euro.

Im Firmenkundengeschäft spürte die Volksbank den Corona-Effekt. Das Neugeschäft belief sich auf 248 Millionen Euro.

Die bilanziellen Kundeneinlagen sind insgesamt um 3,1 Prozent auf 2,685 Milliarden Euro gesunken. Firmenkunden hätten Liquiditätsreserven aufgelöst, Privatkunden hätten  neue Anlageformen gesucht und auch der Effekt von Verwahrentgelten sei spürbar gewesen, erläuterte Roland Krebs.

Jährliches Wachstum zwischen vier und sechs Prozent

Bis 2024 will die Bank jährlich um vier bis sechs Prozent wachsen. „Wir haben eine klare Strategie, die die Themen Region, Partnerschaft und genossenschaftliches Banking zusammenbringt“, sagte Vorstand Jens Brinkmann. Wohnen und leben soll zu einem zentralen Thema werden und das Leistungsangebot der Bank erweitern. Dazu kämen die konsequente Omnikanalausrichtung der Bank und eine konsequente Wachstumsausrichtung im Privatkunden-Geschäft. Vierter Baustein ist eine weitere Steigerung des Kosten- und Prozesseffizienz.

 

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