Die beiden Vorstandssprecher Norbert Kaufmann und Karl-Michael Dommes stellten bei ihrer ersten gemeinsamen Jahresbilanzpressekonferenz die Geschäftsentwicklung der Volksbank in Südwestfalen vor. Fazit: Das Jahr 2018 ist gut gelaufen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Paradoxe Zeiten für Banker: Früher galten wachsende Kundeneinlagen auf Spar- und Tagesgeldkonten als Markenzeichen. Heute belasten sie eher, weil Banken in Nullzinszeiten keine Geschäfte machen können. „Wir leben in paradoxen Zeiten“, sagte Karl-Michael Dommes bei der Jahresbilanzpressekonferenz der  Volksbank in Südwestfalen. Gemeinsam mit Volksbankvorstand Norbert Kaufmann stellte er die erste Bilanz des 2018  fusionierten Instituts vor.

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Für die beiden Vorstände ist klar: „Mit ordentlich Rückenwind ist die Volksbank in Südwestfalen nach der Fusion der Volksbank im Märkischen Kreis und der Volksbank Siegerland in das neue Geschäftsjahr gestartet.“ Die neue Bank funktioniere. Der Entschluss sei richtig gewesen. „Wir würden es immer wieder machen“, bekräftigte Karl-Michael Dommes.

6,8 Milliarden Euro betreutes Kundenvolumen

Bei ihrer ersten gemeinsamen Bilanzpressekonferenz verwiesen die Volksbank-Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes und Norbert Kaufmann auf ein Wachstum im Kundenkreditgeschäft um 6,8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro und ein betreutes Kundenvolumen von 6,8 Milliarden Euro. Weitere Eckpunkte der Bilanz 2018: ein Wachstum der Programmkredite um 7,5 Prozent, ein Plus der bilanziellen Einlagen um 4,3 Prozent sowie eine auf 3,6 Milliarden Euro gestiegene Bilanzsumme von 3,6 Milliarden Euro. „Das vergangene Jahr stand für uns als Volksbank ganz unter dem Zeichen der Fusion und doch haben wir es geschafft, unsere Vertriebsergebnisse steigern zu können. Eine wahrlich beachtliche Leistung, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz Fusionsbelastung realisieren konnten“, erklärt Volksbank-Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes.

Im Firmenkundengeschäft breit aufgestellt

Ausschlaggebend sei hier nicht zuletzt das hohe Niveau, auf dem sich die Qualität der Beratung in allen Bereichen befinde. „Neben dem Privatkundengeschäft waren und sind wir als Partner der südwestfälischen Wirtschaft schon immer auch im Firmenkundengeschäft breit aufgestellt“, so der Vorstandssprecher. Denn genau darauf, auf die Firmenkunden, falle der größte Teil der Kundenkredite. Einen Zuwachs lasse sich auch bei den Programmkrediten verzeichnen (+7,5 Prozent). Beispielhaft sei hier die Fördermittelberatung zu nennen.

Testsieger bei der Gewerbekundenberatung

„Im Fördermittelgeschäft liegen wir in Nordrhein-Westfalen auf Platz vier und bundesweit auf Platz acht. 2018 wurden wir zum zweiten Mal in Folge als Institut mit den besten Fördermittelberatern ausgezeichnet. In Lüdenscheid sind wir in der Gewerbekundenberatung Testsieger“, sagt Dommes. „Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus bleiben jedoch auch die Margen im Zinsgeschäft weiterhin unter Druck“, so Dommes. Durch Steigerung des Kreditvolumens habe man negative Auswirkungen auf das Zinsergebnis verhindern können. Da eine Leitzinserhöhung der Notenbank im Jahr 2019 eher fraglich erscheine, bleibe die diesbezügliche Perspektive für dieses Jahr auch eher verhalten. Sehr gute Ergebnisse konnten im Außenhandel verzeichnet werden (+10,5 Prozent). Dommes: „Unseren Firmenkunden stehen Spezialisten für unterschiedliche Bereiche mit ihrer Expertise unterstützend zur Seite. Darunter fallen Heilberufe, Landwirtschaft sowie Projekt- und Sonderfinanzierungen.“ Ausgewiesene Spezialisten und ein ausgesprochen hohes Niveau der Beratungsqualität – das seien genau die Erfolgsfaktoren, die die Volksbank in Südwestfalen speziell im Firmenkundengeschäft auszeichne.

600.000 Euro Spenden und Sponsoring

Die Volksbank in Südwestfalen bleibe ein verlässlicher Partner in der Region, versicherte Karl-Michael Dommes. So seien 2018 für Spenden und Sponsoring eine Summe von rund 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein echtes Highlight des Jahres sei die Vortragsveranstaltung mit Wolfgang Bosbach im Neuenrader Kaisergarten gewesen. Der CDU-Politiker hielt vor einem vollbesetzen Haus einen Vortrag zum Thema „Mehr Sicherheit in unsicheren Zeiten – worauf es jetzt für ein weltoffenes Deutschland ankommt“. Im Sommer habe in der Hauptstelle Siegen die Volksbank-Galerie der Mitglieder-Talente eröffnet. Acht sportliche Ausnahmetalente seien für die Galerie fotografisch in Szene gesetzt worden.

Asienkenner Pilny zu Gast

Beim VolksbankFORUM in Meinerzhagen war Asienkenner Prof. Dr. Karl Pilny zu Gast. Foto: Wolfgang Teipel

Sportlich ging es auch etwas später beim Volksbank-Schülerlauf und AOK-Firmenlauf zu. Zahlreiche Läufer trafen sich in Lüdenscheid und Siegen zu den traditionellen Großereignissen. Informativ ging es beim VolksbankForum’18 am Ende des Jahres mit Prof. Dr. Karl Pilny weiter. Denn der ausgewiesene Asienkenner erklärte den geladenen Gästen in der Meinerzhagener Stadthalle, was die Südwestfalen in Zukunft von Asien zu erwarten haben.

„Auch 2019 wird sich die Volksbank in gewohnter Weise in und für die Region engagieren“, so Dommes. Der Anfang sei bereits mit dem Bewerbungsstart von EIVER, dem Preis für Ehrenamt, Ideen, Verantwortung und Engagement in der Region, im Januar gemacht worden. Im März erwarte man den Fernsehliebling und ARD-Wettermann Sven Plöger im Rahmen der alljährlichen Vortragsveranstaltung in Neuenrade. Spannend werde für die Bank die bankenweite IT-Umstellung im Oktober. Dommes: „Das ist dann noch einmal ein Großprojekt – aber auch ein wegweisender Schritt in die Zukunft.“

Erfreuliche Nachricht für alle Mitglieder: Sie erhalten voraussichtliche eine Dividende von drei Prozent auf ihre Geschäftsanteile. Die Bank möchte insgesamt rund 1,2 Millionen Euro ausschütten.

 

 

 

 

 

 

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