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Sebastian Wagemeyer
Partystimmung im Kulturhaus. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Pizza für alle, Livemusik vom Duo „Handgepäck“, eine Schalte zu Poetry Slammer Marian Heuser und die Nominierung von Sebastian Wagemeyer zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 13. September 2020: Bei den Lüdenscheider Sozialdemokraten herrschte am Mittwoch Partystimmung im Kulturhaus.  Dazu kam ein Top-Ergebnis für den derzeitigen Leiter des Zeppelin-Gymnasiums. Sebastian Wagemeyer erhielt bei 101 abgegebenen gültigen Stimmen von 102 Stimmberechtigten 97 Ja-Stimmen. Dazu kamen eine Gegenstimme und drei Enthaltungen.

Rund 200 Gäste im Kulturhaus

„Sebastian Wagemeyer. Mein Bürgermeister.“ Zahlreiche der rund 200 Gäste im Kulturhaus feierten den Kandidaten nach seiner Bewerbungsrede mit knallroten Plakaten. Sie trugen die Aufschrift „Sebastian Wagemeyer. Mein Bürgermeister.“

Das Interesse an dem Mann, der die Lüdenscheider Sozialdemokraten im kommenden Jahr zum Erfolg führen  soll, war groß. Neben den 102 SPD-Mitgliedern aus den vier Lüdenscheider Ortsvereinen besuchten rund 100 weitere Gäste ohne SPD-Parteibuch die Veranstaltung. Erstmals hatte die SPD ihren Bürgermeister-Kandidaten bei einer Vollversammlung zur Wahl gestellt.



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Selbstbewusster Auftritt

Die Besucher der öffentlichen Vollversammlung erlebten einen selbstbewussten Kandidaten Sebastian Wagemeyer. Foto: Wolfgang Tepel

Sie erlebten einen selbstbewussten Kandidaten, der seine Bewerbungsrede mit einem Zitat des Schauspielers Marlon Brando startete: „Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann nicht überholt werden“. Diesen eigenen Weg will Wagemeyer zusammen mit möglichst vielen Lüdenscheidern beschreiten. „Alles was ich bin, hat irgendwie mit Lüdenscheid zu tun“, bekannte Sebastian Wagemeyer. Dazu zählt er seine Familie, seine Karriere bis zum Schulleiter des Zepp und die SPD. „Ohne meine Familie und die SPD-Bildungspolitik in den 1970er Jahren wäre diese Laufbahn nicht möglich gewesen“, sagte er.

Klimaschutz die Klammer

Lüdenscheid verfüge über viel Potenzial, das es noch zu heben gelte. Leben, Lernen, Arbeiten – das sind die zentralen Punkte im Zukunftskonzept der Lüdenscheider SPD. Die Stadt müsse zu einem zentralen Wohn-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiterentwickelt werden. Klimaschutz müsse gleichsam die Klammer für diese Entwicklung sein.

Poetryx Slammer Marian Heuser gab in einer Live-Schalte ein Statement zur Kandidatur von Sebastian Wagemeyer ab. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid brauche bezahlbaren und guten Wohnraum für Menschen in jeder Lebensphase. Frühkindliche Bildung müsse durch den Ausbau  qualitativ hochwertiger Kita-Plätze gewährleistet sein. „Da ist noch Luft nach oben“, sagte Sebastian Wagemeyer. Angesichts des laufenden  Strukturwandels müsse der Wirtschaftsförderung eine neue starke Rolle zufallen. Dabei denkt Wagemeyer auch an die Gründung einer neuen Stadtentwicklungsgesellschaft.

“Müssen auch mal querdenken”

Er betonte den Stellenwert der kulturellen Einrichtungen und rief zur Stärkung der Jugendkultur auf. „Wir müssen auch mal querdenken, Türen öffnen und nicht zuschlagen.“ Das gelte auch, wenn es um Themen wie Sicherheit, Sauberkeit oder neue Konzepte für den ÖPNV gehe.

Anja Bitzhenner vom Duo “Handgepäck”. Foto: Wolfgang Teipel

Deshalb suche die SPD auch neue Beteiligungsformen. Das Zukunftsprogramm müsse gemeinsam mit den Bürgern entwickelt werden. Eine erste Umfrage unter dem Titel „Echt Lüdenscheid“ ist bereits im Internet Sie ist ein erster Baustein einer breit angelegten Beteiligungskampagne.

Bürgermeister Dieter Dzewas freut sich schon heute auf eine erfolgreiche Staffelübergabe an Sebastian Wagemeyer am Abend des 13. September 2020. Neue Herausforderungen wie die Digitalisierung erforderten neue Antworten und die könnten nur neue Leute liefern. Dass seine Partei den Leiter einer erfolgreichen Bildungseinrichtung nominiere, sei für ihn ein „ausgesprochen positives Zeichen“, unterstrich Dieter Dzewas.

Stadtverbandsvorsitzender Fabian Ferber dankte dem amtierenden Bürgermeister für seine Arbeit. „Du hast es geschafft, der Stadt in den vergangenen 15 Jahren deinen Stempel aufzudrücken.“

Wagemeyer
Bürgermeister Dieter Dzewas: “Neue Herausforderungen erfordern neue Antworten. Die können nur neue Leute liefern.” Foto: Wolfgang Teipel

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