Dr. Thorsten Kehe ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Märkischen Kliniken. Foto: Märkische Kliniken

Lüdenscheid. In den vergangenen Wochen, zuletzt am heutigen Mittwoch (27. Januar), haben die Lüdenscheider Nachrichten (LN) mehrfach über Schmuckstücke und Wertgegenstände berichtet, die Patienten in den Märkischen Kliniken abhanden gekommen sind. Klinikleitung und Betriebsrat der Märkischen Kliniken wehren sich gegen die Form der Berichterstattung und wenden sich mit einem offenen Brief an die Zeitung und die Öffentlichkeit.

Darin heißt es: “Es geht um die Berichterstattung verloren gegangener Eheringe, die unsere Mitarbeiter in die Nähe des schwerwiegenden Verdachts von Diebstählen rücken.
Zahlreiche Patienten und Mitarbeiter haben sich daraufhin bei uns gemeldet. Sie waren entsetzt über den Generalverdacht und die Unterstellungen. Auch haben sie uns gebeten, die Mitarbeiter zu schützen und klar Position zu beziehen, was wir hiermit tun.



Wir kennen niemanden in den Märkischen Kliniken, der Patienten bestiehlt oder den Verlust von Wertgegenständen billigend in Kauf nimmt. Diesen Vorwurf weisen wir entschieden zurück. Grundlose Unterstellungen haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

Viele unserer Kollegen üben ihren Beruf oftmals seit Jahrzehnten unter hohem persönlichen Einsatz aus. Wer sich für einen Gesundheitsberuf als Pflegekraft oder Arzt entscheidet, den treibt nicht die Aussicht auf eine kriminelle Karriere an, sondern Menschen mit den Möglichkeiten der modernen Medizin zu helfen.

Durch die Art und Weise der Berichterstattung wird jedoch ein gegenteiliger Eindruck erweckt. Zugleich werden damit 2.300 Klinik-Mitarbeiter an den öffentlichen Pranger gestellt – im Übrigen, ohne zuvor eine Stellungnahme des Hauses abzuwarten. Dies trifft unsere Beschäftigten und die Märkischen Kliniken in einer sehr ernsten Situation, während wir gegen die hohen Infektionszahlen der Corona-Pandemie kämpfen, auf unseren Intensivstationen täglich um das Leben zahlreicher Menschen ringen und seit Monaten bis an die Belastungsgrenzen und darüber hinaus arbeiten.

Wir wünschen uns – für unsere Mitarbeiter, für unser Haus und für die Gesundheitsversorgung der Menschen des Märkischen Kreises – eine faire, faktenbasierte und vor allem wertschätzende Berichterstattung und möchten sie auf diesem Weg auch einfordern.”

Laut Klinikleitung sind die Vorwürfe intensiv untersucht worden. Unter nachfolgendem Link sind die Ergebnisse dieser Überprüfung zu sehen. Außerdem werden eine Reihe vorbeugender Maßnahmen beschrieben: Ergebnisse und eingeleitete Maßnahmen-1

 

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