Bei der Verleihung des Stefan-Haacke-Preises (v.l.): Mechthild Starke-Kersting, Stefan Schütz, Andrea Schütz, Silke Bölling, Silke Welter und Michael Scheffler.

Iserlohn. Zum zwölften Mal wurde am vergangenen Sonntag (28. August) der Stefan-Haacke-Preis vergeben. Die Vorsitzende Mechthild Starke-Kersting übergab den Preis des Beirates für Menschen mit Behinderung an den Verein „Wohnprojekt 170 Grad – Gemeinsam anders“. Damit würdigte das Gremium den außergewöhnlichen Einsatz des Vereins für die Belange von Menschen mit Behinderung in Iserlohn. Der Verein wurde 2014 von engagierten Eltern gegründet, deren Kinder eine geistige und/oder körperliche Einschränkung haben. Aktuell werden sechs Wohngemeinschaften mit 24 jungen Menschen je nach ihrem individuellen Bedarf begleitet und gefördert. Die ambulante Betreuung erfolgt mit Unterstützung der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen.

Stellvertretend für den gesamten Vorstand wurde die Auszeichnung von Andrea Schütz (1. Vorsitzende), Stefan Schütz (Schriftführer), Silke Bölling (2. Kassiererin) und Sibel Welter (2. Vorsitzende) entgegen genommen.

Die Laudatio hielt der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler, der zunächst an Stefan Haacke erinnerte. Der Preis des Beirates wurde 2014 nach diesem umbenannt, um das Andenken an den viel zu früh verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Beirates und Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr zu bewahren. Michael Scheffler würdigte die Preisträger, deren Projekt er selbst seit Jahren mit Interesse verfolgt, als hervorragendes Beispiel von Inklusion und ehrenamtlichem Engagement. Er sei sehr stolz darauf, dass es ein solches Projekt in Iserlohn gibt.

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Die 1. Vorsitzende Andrea Schütz berichtete über die Entstehung des Vereins und bedankte sich für die Würdigung. Sie bedauerte, dass die Gründungsmitglieder Reinhard Kruckas (bis Februar 1. Vorsitzender) und Andrea Heiner-Kruckas (Medienwartin) aus persönlichen Gründen an der Veranstaltung im Iserlohner Parktheater nicht teilnehmen konnten.

Bei einer unter den geladenen Gästen aus Politik, Selbsthilfegruppen und Behinderteneinrichtungen durchgeführten Spendensammlung kamen rund 300 Euro für die Para-Roosters zusammen. Dabei handelt es sich in erster Linie um körperlich beeinträchtigte Eishockey-Spieler, die nicht auf Schlittschuhen sondern auf kleinen Schlitten auf dem Eis unterwegs sind.

Vorschläge für die Preisverleihung 2023

Ab sofort nimmt der Beirat für Menschen mit Behinderung auch gerne Vorschläge für die nächste Preisverleihung in 2023 entgegen. Die Vorschläge können bis zum 31. Oktober schriftlich eingereicht werden bei der Geschäftsführerin des Beirates Petra Grieger (Stadt Iserlohn, Ressort Generationen und Soziales, Werner-Jacobi-Platz 12, 58636 Iserlohn, E-Mail: behindertenhilfe@iserlohn.de).

Neben den eigenen Kontaktdaten sind folgende Angaben notwendig: Name und Anschrift der zu würdigenden Person, Einrichtung oder Initiative sowie eine Beschreibung und Begründung, warum bzw. für welches besondere Engagement der Preis vergeben werden sollte.

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