Mit großer Begeisterung bei der Sache: Die Grundschüler der Klasse 4b der Knapper Schule malten das Spielstraßen-Symbol an zwei Stellen auf den Asphalt des Ruth-Tannenzapf-Weges. Foto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. (PSL) Praktische Verkehrserziehung mit Schablonen und Kreide: 20 Viertklässler der Knapper Schule haben am Dienstag, 21. September, auf dem Ruth-Tannenzapf-Weg an zwei Stellen das Verkehrszeichen aufgemalt, das den Beginn einer Spielstraße markiert. Je zwei Polizeibeamte und Mitarbeiterinnen der Stadt Lüdenscheid begleiteten die Aktion, die im Rahmen der „Europäischen Mobilitätswoche“ stattfand.

Kritischer Blick auf die Malanleitung

Die Mädchen und Jungen der Klasse 4b nahmen ihre Aufgabe ganz genau. Immerhin sollten die sechs weißen Elemente, die auf dem Verkehrszeichen zu sehen sind, richtig angeordnet sein. Und so originalgetreu wie möglich. Also studierten sie mit kritischen Blicken die Malanleitung, richteten die sechs Schablonen immer wieder neu aus und bestimmten deren Position mit Zollstöcken. Erst als sich alle einig waren, wurde die Straße bemalt. Erst mit weißer Kreide für die beiden Männchen, den Ball, das Auto, die Straße und das Haus; dann mit blauer Kreide für den Hintergrund des Schildes.



Ines Zielinski und Nicole Hammerschmidt vom städtischen Fachdienst Verkehrsplanung und –lenkung lobten die Kinder gleich doppelt. Zum einen wegen ihrer Gründlichkeit, zum anderen wegen ihrer Kenntnisse in Sachen Verkehrsregeln. Bevor es ans Malen ging, hatten die Mädchen und Jungen nämlich korrekt erklärt, wofür das Verkehrszeichen überhaupt steht: für einen verkehrsberuhigten Bereich, umgangssprachlich auch Spielstraße genannt, in dem Fahrzeuge nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden dürfen. Als solcher ist der gesamte Ruth-Tannenzapf-Weg ausgewiesen.

Das Lernen hat sich gelohnt

„Das Lernen hat sich gelohnt“, freute sich Schulleiterin Heike Weiland-Günther. Im Sachkunde-Unterricht hatte Lehrerin Miriam Vogel den Kindern zuvor die Bedeutung unterschiedlicher Verkehrszeichen erklärt. Die Verkehrserziehung an Grundschulen ist ein Bestandteil der „Europäischen Mobilitätswoche“, an der sich die Stadt Lüdenscheid in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge beteiligte.

Knapper Schule der dritte Standort

Die Aktion, Kinder vor Schulen Verkehrszeichen auf die Straße malen zu lassen, gehört ebenfalls dazu. Damit sollen insbesondere motorisierte Verkehrsteilnehmer für die Geschwindigkeitsbeschränkungen sensibilisiert werden, die zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kindertagesstätten und Schulen gilt. Nach der Grundschule Wehberg und dem Familienzentrum „Kita Regenbogen“ war die Knapper Schule der dritte Standort, an dem Kinder Verkehrszeichen auf die Straße malten. Polizeibeamte begleiteten die Aktion jeweils.

Nachhaltige Mobilität fördern

Mit der jährlich vom 16. bis 22. September stattfindenden „Europäische Mobilitätswoche“ möchte die EU-Kommission das Thema nachhaltige Mobilität in Städten und Gemeinden fördern. In Lüdenscheid stand in diesem Jahr neben der Verkehrssicherheit von Kindern das Thema Klimaschutz und Radfahren im Mittelpunkt.

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