Die Hauptstelle der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis in Plettenberg Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg/Finnentrop. Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis und die Sparkasse Finnentrop bereiten ihren Zusammenschluss vor. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die Sparkasse MK am heutigen Freitagnachmittag (5. Oktober) herausgab.

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Die Verwaltungsräte und Vorstände beider Sparkassen prüfen demnach die Fusion, die möglichst schon zum 1. Januar 2019 vollzogen werden soll. Betroffen davon würden tausende Kunden und insgesamt rund 400 Mitarbeiter. In der Pressemitteilung wird allerdings betont, „dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Sparkassen auch künftig dringend benötigt werden, also betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind“. Einige kostenpflichtig ausgelagerte Bereiche könnten im Fall des Zusammenschlusses durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fusionierten Sparkasse übernommen werden, so dass nennenswerte Fremdkosten entfallen würden.

Das Geschäftsgebiet der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis umfasst die Städte Altena, Balve, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl sowie die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Per 31.12.2017 verfügt die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis über eine Bilanzsumme von 1.696 Mio. Euro, die Sparkasse Finnentrop über 325 Mio. Euro. Bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis wurden im Jahresdurchschnitt 2017 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in Finnentrop waren es 72.

Druck durch Bürokratie und niedrige Zinsen

Begründet wird die Fusionsabsicht mit dem ansteigenden Druck durch regulatorische Anforderungen und die andauernde Niedrigzinsphase. In der Pressemitteilung heißt es: „Der bürokratische und regulatorische Mehraufwand kann wegen der Niedrigzinsphase nur noch bedingt aufgefangen werden. Hinzu kommen die Auswirkungen der Digitalisierung – Bankgeschäfte werden häufig von zu Hause aus getätigt – und die demographische Entwicklung. Dies führt in der ganzen Bundesrepublik zu Zusammenschlüssen von Sparkassen und Volksbanken. Betriebswirtschaftlich ist das auch sinnvoll, weil der Aufwand pro Einheit ähnlich groß ist, sich der Zusammenschluss mehrerer Institute somit rechnet.“

Daher hätten sich auch die Verwaltungsräte der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis und der Sparkasse Finnentrop mit den Zukunftsaussichten der Institute befasst. Sowohl die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis als auch die Sparkasse Finnentrop seien regional verankerte und am Markt durch gelebte Kundennähe nach wie vor erfolgreiche Kreditinstitute. Mit dem Zusammenschluss könnten sie den Rahmenbedingungen erfolgreich begegnen, ihre Stärken für die Zukunft sichern und Mehrwerte für die Kunden schaffen.

Die Verwaltungsräte beider Sparkassen haben die Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel beschlossen, die Sparkasse Finnentrop mit der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis zu fusionieren. Vertreter beider Verwaltungsräte und die Vorstände erarbeiten in den nächsten Wochen das Konzept für die Fusion, die möglichst zum 1. Januar 2019 erfolgen soll.

Erfolgreiche Kooperationen auf Lenneschiene

Der Zusammenschluss der beiden Institute über die Kreisgrenze (MK und OE) hinweg reiht sich in eine Serie erfolgreicher Kooperationen in anderen Bereichen ein. So wurden mit der Regionale 2013 und der gemeinsamen LEADER-Region (Stichwort „Lenneschiene“) sowie der Musikschule Lennetal gemeinsame Projekte erfolgreich umgesetzt. „Alle Bürgerinnen und Bürger des gemeinsamen Geschäftsgebietes würden von der Größe und Ertragskraft einer gemeinsamen Sparkasse profitieren“, so die Pressemitteilung.

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