Kierspe/Märkischer Kreis. Seit 30 Jahren gibt es in Kierspe die Initiative „Kinder von Tschernobyl“, die sich vor 25 Jahren die Form eines eingetragenen Verein gab. War Gisela Steinbach in den ersten fünf Jahren Gebietsbeauftragte eines gleichnamigen Vereins im Hochsauerland, wurde sie nun die Vorsitzende des neu gegründeten Kiersper Vereins. Die Arbeit blieb dieselbe, aber die Kiersper konzentrierten sich auf die Zusammenarbeit mit einem ebenfalls neu gegründeten Verein in Wyschgorod/Ukraine. Der ukrainische Verein war ausschließlich dazu gegründet worden, um die Hilfe der Kiersper an die Bevölkerung weiterzugeben.

Gisela Steinbach führt den Verein nun gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Wolfgang Theunissen aus Marienheide, weil der Verein seinen Einzugsbereich auf den Oberbergischen Kreis ausdehnen konnte.

Viele Jahre lang wurden Hilfsgüter gesammelt, sortiert, verpackt und in die Ukraine geschickt. Jedes Jahr wurden bis zum Jahre 2018 Kinder zur Erholung eingeladen. Diese Kinder haben eine wesentliche Prägung für ihr weiteres Leben durch ihren Aufenthalt bei Gasteltern in der hiesigen Umgebung erfahren.

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Über Jahre finanzierte der Verein mit den Geldern seiner vielen Spender auch Kindererholungsfreizeiten in der Ukraine selbst. Die Familien von etwa 30 schwer kranken Kindern freuen sich seit vielen Jahren über die Unterstützung aus Kierspe, um dringend benötigte Medikamente oder Therapien bezahlen zu können. Sogar einige lebensrettende Operationen konnte der Verein finanzieren.

Den Mitgliedern des Vereins ist es selbst fast unheimlich, dass ihre Arbeit nun schon 30 Jahre besteht, weil die hiesige Bevölkerung ihr Vertrauen und ihr Geld für diese Aufgaben schenkt.

Beim Stadtfest am kommenden Wochenende möchte der Verein wieder auf die Spendenfreudigkeit der Besucher hoffen und wird an jedem Tag eine Schätzfrage stellen. Für 2 € Beitrag kann man seine Schätzung abgeben und erhält sofort ein kleines Geschenk, das von örtlichen Firmen und Geschäften gespendet wurde. Außerdem werden an jedem Tag 40 Preise ausgespielt, die einen Gesamtwert von fast 750 € haben. Alle Preise sind ebenfalls Spenden der örtlichen Unternehmen.

Der gesamte Erlös fließt in die Arbeit des Vereins, dessen Hilfe gerade in der aktuellen Situation in der Ukraine hoch willkommen ist.