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Vermeintlicher Gaseinsatz am frühen Donnerstagabend (3. Oktober) an den Kämpen


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Plettenberg. (ots) Als die Kräfte der Feuer- und Rettungswache am Donnerstagabend (3. Oktober) gegen 18.20 Uhr zur Straße An den Kämpen ausrückten, konnte noch niemand ahnen, dass daraus ein über zweistündiger Feuerwehreinsatz mit einem letztlich glimpflichen Ausgang werden würde.

Von vorne: Ein Passant hatte bei seinem Spaziergang aus einem Kanaldeckel seltsame Zischgeräusche gehört und die Feuerwehr alarmiert. Als die Wehrleute der Hauptwache eintrafen, bemerkten auch diese die gasähnlichen und deutlich wahrnehmbaren Abströmungsgeräusche. Zudem schlugen die sensiblen Messgeräte der Einsatzkräfte an, weshalb wenig später die Einheiten Oestertal und Holthausen sowie die auf Gefahrstoffeinsätze spezialisierten Kräfte aus Landemert und die Stadtwerke mit dem Stichwort “Gasaustritt” nachalarmiert wurden.

Zunächst musste davon ausgegangen werden, dass eine Gasleitung in Nähe zum Kanalschacht beschädigt wurde. Nach Abschiebern der Gasleitung durch Mitarbeiter der Stadtwerke blieben die Strömungsgeräusche jedoch weiterhin unverändert. Auch ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes der Stadt Plettenberg machte sich auf den Weg, um Pläne zu möglichen Leitungen und Kanälen an die Einsatzstelle zu bringen.



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Wasser aus der Oestertalsperre

Letztlich stellte sich dabei heraus, dass eine Brauchwasserleitung, welche von der Oestertalsperre die Industriebetriebe im Oestertal mit Wasser versorgt, durch den Kanal führte. Hier waren am Morgen Wartungsarbeiten durchgeführt worden, weshalb hierzu die Leitung abgeschiebert wurde. Nach Beendigung der Arbeiten und Öffnen der Leitung gegen Mittag, hatte ein dabei entstandenes Luftpolster über ein Druckventil entlüftet und so für die Strömungsgeräusche gesorgt. Möglicherweise sind hierbei auch Faulgase abgeströmt, welche die empfindlichen Messgeräte von Stadtwerken und Feuerwehr irritiert hatten.

Erst nach dieser Erkenntnis konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben. “Wir mussten auf Nummer sicher gehen, da die Beschädigung einer Gasleitung nicht ausgeschlossen werden konnte”, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. “Dass am Ende keine Gefahr für Leib und Leben von Personen oder unseren Einsatzkräften bestand, ist für uns alle umso erfreulicher.”

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