Astrid und Winfried Brüning kommen am 10. April nach Schalksmühle. Foto: Privat

Schalksmühle. Winfried Brüning hat eine klare Botschaft. Und die formuliert er drastisch. „Übermäßiger Medienkonsum lässt die Gehirnzellen unserer Kinder auf Nimmerwiedersehen vergammeln“, sagt der Medienpädagoge. Am Mittwoch, 10. April, kommt der streitbare Mann und Filmemacher mit seiner Frau Astrid nach Schalksmühle. Ab 19 Uhr geht im PZ der Primusschule  um das Thema „Zwischen zwei Welten – unsere Kinder im medialen Zeitalter“.

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Alle sind begeistert von den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten und ganz besonders Kinder. Facebook, Twitter, WhatsApp, Onlinespiele und mehr prägen das Freizeitverhalten und die Kommunikation von Kindern und Jugendlichen Kinder enorm. Und die Nutzer werden immer jünger.

Eltern zweifeln inzwischen

Eltern kommen so langsam Zweifel: Ist das alles noch gut für unsere Kinder? Der Medienpädagoge und Filmemacher Wilfried Brüning (Detmold) präsentiert gemeinsam mit seiner Frau Astrid seinen Vortrag „Zwischen zwei Welten – unsere Kinder im medialen Zeitalter“ Wichtige Erkenntnisse aus der Hirnforschung werden an diesem Abend helfen zu verstehen, was die Entwicklung ihrer Gehirne fördert – und was eben nicht.

Die Anregung zur Durchführung dieser Veranstaltung kam aus dem gemeinsamen Arbeitskreis der Schalksmühler Kindertageseinrichtungen und Schulen, der vierteljährlich tagt. Die Gemeinde ist sehr stolz, dass sie Winfried und Astrid Brüning für diesen Vortrag in  Schalksmühle gewinnen konnte.

Finanziell unterstützt wird sie von der Bildungsinitiative Schalksmühle e. V. Deshalb kann sie die Teilnahme an der Veranstaltung zu einem Eintrittspreis von drei Euro anbieten.

Experimente und Mitmach-Aktionen

„Wir können Ihnen einen spannenden, kurzweiligen aber auch humorvollen Elternabend mit vielen Experimenten und Mitmach-Aktionen versprechen – und: Wir werden besser als Fernsehen sein!“ verspricht Winfried Brüning.

Der Filmemacher und Autor von „Wege aus der Brüllfalle“ möchte Eltern dazu ermutigen, ihren schwierigen Erziehungsauftrag aktiv anzunehmen.

„Unsere Kinder werden  – anders als die Generation vor ihnen – in zwei Welten hinein geboren: Die reale Welt und die digitale. In der digitalen Welt kennen sie sich bestens aus – aber wie ist das mit der realen Welt?

Ausgewogenheit zwischen digitalem und realem Leben

Kann ein Kind, dass perfekt auf dem iPad zeichnen kann, einen echten Stift sicher über ein Blatt Papier führen? Kann ein Junge, der an der Playstation jedes Fußballspiel gewinnt, in der Realität auch den Ball perfekt führen? Ist die Ausgewogenheit zwischen realem und digitalem Leben bei unseren Kindern gegeben?

Eltern,  Erzieher und Lehrer schlagen Alarm: Sie melden zunehmend unruhige Klassen und Kinder, die sich nicht mehr dauerhaft auf ein Thema konzentrieren können.

Die Bedenken von Eltern und Pädagogen sind, so Winfried Brüning, berechtigt: neben den vielen positiven, arbeitserleichternden Aspekten bringt die rasante Entwicklung der digitalen Technik auch negative Begleiterscheinungen mit, und um die werden die Brünings sich an diesem Abend kümmern.

Erlauben oder verbieten?

Eltern finden sich in einer Bredouille wieder: Erlauben, oder verbieten? Kinder sollen die Möglichkeiten der digitalen Welt ja schließlich nicht „verschlafen“.  Eltern sind oft von der Angst getrieben, Ihre Kinder könnten den Anschluss verpassen, den Anforderungen des modernen Arbeitslebens später nicht gewachsen sein. Andererseits sollen Sie sich zu starken, selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln.

Die Antwort muss also sein: erlauben und begrenzen. Bedenkenlos zu erlauben ist die aktive Mediennutzung: Radio, Bücher, Zeitschriften, Hörspiele, Musik, Recherche im Internet und natürlich für alle schulischen Zwecke. Aber auch der kreative, schöpferische Umgang mit Bild,- Schnitt,- und Tonprogrammen ist unproblematisch: Solange Kinder die Neuen Medien als ein Werkzeug begreifen, als ein Werkzeug, mit dem man eigene Werke schafft, (Fotosafari, selber Filme drehen, Musik produzieren) ist gegen den Einsatz digitaler Technik nichts einzuwenden.

Begrenzt werden muss der Bildschirmmedienkonsum, also ausgerechnet die Lieblingsbeschäftigung von Kindern: Fernsehen, DVD, Computer,-und Konsolespiele, Chatten, usw.

Für das Für und Wider geben Winfried und Astrid Brüning an diesem Elternabend erstaunliche Empfehlungen.

 

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