Der Umleitungsverkehr hat die Gefahrensituation an der Einmündung Flaßkamp/B54 verschärft. Foto: google.com

Schalksmühle. Die Schalksmühler UWG hat die Einmündung Flaßkamp/B54 und auch die Einmündung der Ortslage Strücken auf die Bundesstraße als Gefahrenquellen ausgemacht. Durch den Umleitungsverkehr nach der Sperrung der Autobahnbrücke habe sich die Lage an den beiden Einmündungen spürbar verschärft. In einen Schreiben an Landrat Marco Voge, die Mitglieder des Kreistages und Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg macht UWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius auf die Lage aufmerksam. Das Gefährdungspotenzial sei „objektiv vorhanden“, schreibt Nelius. Weiter führt er aus:

Punkt 1: Die Einmündung der Straße Flaßkamp in die B54: Die Einmündung liegt etwa auf der Mitte zwischen dem Ortszentrum und dem Ortsteil Dahlerbrück. Die Straße Flaßkamp selbst ist gerade im unteren Teil sehr steil und dabei zu beiden Seiten eng und mit höheren Gebäuden bebaut. Die Einmündung liegt in einem Kurvenbereich der B54.

Gerade für Linksabbieger aus dem Flaßkamp in de B54 ist der Verkehr aus Richtung Schalksmühle kommend nicht einsehbar, weshalb an der gegenüberliegenden Hauswand bereits ein Verkehrsspiegel angebracht ist, der aber ein verzerrtes Bild der Situation liefert, bei der die Geschwindigkeit der ankommenden Fahrzeuge nur schwer abzuschätzen ist. Bei der deutlich erhöhter Verkehrsdichte auf der B54 aus beiden Fahrtrichtungen ist es für Abbiegende aus dem Flaßkamp inzwischen ohnehin sehr schwer geworden, eine Lücke im Verkehrsfluss zu finden. Bei dem ständig erforderlichen Blickwechsel kam es bereits wiederholt zu Fehleinschätzungen, zu gefährlichen Situationen, zu beinahe oder tatsächlichen Unfällen, wie der Inhaber der nahe gelegenen Tankstelle aus seiner täglichen Beobachtung zu berichten weiß. Hier liegt offensichtlich eine tatsächliche Gefahrenstelle vor.

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Punkt 2: Die Einmündung der Ortslage Strücken in die B54: Die recht dicht besiedelte Ortslage Strücken ist nur über die einzige Zufahrt zur B54 zu erreichen bzw. zu verlassen. Wie auch zuvor liegt diese Zufahrt so, dass vor allem beim Abbiegen der von rechts kommende Verkehr erst spät gesehen wird. Das liegt u.a. auch an den erhöhten Leitplanken zur Volme in diesem Bereich.

Auf einer Bürgerversammlung im Sommer machten die Einwohner in großer Zahl deutlich,
wie problematisch es für sie sei, bei dem stark zugenommenen Verkehrsaufkommen aus dem Strücken auf die B54 abzubiegen. Das gelte insbesondere für Linksabbieger, die zu ihren Arbeitsstellen im Gewerbegebiet unterwegs seinen. Teilweise wurde von Wartezeiten von zehn Minuten und mehr berichtet.

Beiden Einmündungen gemeinsam sind die Schwierigkeiten beim Abbiegen auf die B54 als Folge des intensiven Umleitungsverkehrs. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Verkehr nach der Ertüchtigung der Bahnunterführungen gerade im Schwerlastverkehr zunehmen und das die vorhandenen Probleme noch verschärfen wird.

Die UWG Schalksmühle schlägt deshalb folgenden Lösungsweg vor: In einem möglichen Ortstermin könnten sich die Verantwortlichen zusammen mit der zuständigen Sachgebietsleiterin der Gemeinde und der Politik selbst ein Bild von den beschriebenen Problemen, Gefahren und Herausforderungen machen.

Eine alleinige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h hält die UWG für nicht ausreichend, weil auf den beschriebenen Abschnitten eine Kontrolle technisch nicht möglich ist. Die UWG schlägt deshalb vor, an beiden Problemstellen eine Regelung mit Behelfsampeln zu erproben. Wie die Steuerung der Ampelanlage am Bahnübergang in Dahlerbrück oder an der Einmündung der Delstener Straße in die B54 auf Gebiet der  Stadt Hagen zeigt, führen die Lichtzeichenanlagen bei entsprechender Programmierung nicht zu Staus auf der B54, schaffen aber Sicherheit und vor allem Zeitfenster für diejenigen, die auf die B54 abbiegen wollen/müssen.

Klaus Nelius schreibt zum Abschluss: „Wir würden uns freuen, mit Ihnen einen konstruktiven Dialog führen zu können. Letztlich haben alle Beteiligten das Ziel, es nicht zu schweren Unfällen mit Personenschäden oder gar Todesopfern kommen zu lassen, sondern bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen zu deren Vermeidung zutreffen.“