Fachgebietsleiterin Christiane Wilk (vorne rechts) stellt die Sprachmittlerin Theodora Lindner sowie die Bufdis (hinten von links) Gabriel Künneth, Wanatchapon Chuecham und Kenneth Kothe vor. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Zuwanderer und Flüchtlinge erhalten in Plettenberg Hilfe und Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachgebiets Soziales der Stadtverwaltung. Dazu gehören seit kurzer Zeit auch Sprachmittlerin Theodora Lindner sowie die Bufdis Wanatchapon Chuecham, Kenneth Kothe und Gabriel Künneth.

Im Bundesfreiwilligendienst, kurz Bufdi, sind die drei jungen Leute in der Flüchtlingshilfe im Übergangsheim Ohler Straße 100 tätig. Wanatchapon Chuecham ist die erste Frau als Bufdi bei der Stadt Plettenberg. Sie hat in diesem Jahr ihr Abi am Albert-Schweitzer-Gymnasium absolviert und möchte Soziale Arbeit studieren. Das Bundesfreiwilligenjahr nimmt sie als praktische Vorbereitung. „In der Ohler Straße 100 arbeiten auch zwei festangestellte Sozialarbeiterinnen. Dadurch erhalte ich Einblick in die Praxis“, sagt die 19-Jährige.

Ebenfalls in diesem Jahr das Abitur am ASG gemacht hat Kenneth Kothe (18). Er habe noch keinen festen Plan für seine berufliche Zukunft gehabt und sich daher für die Bufdi-Stelle beworben. Der dritte im Bunde, Gabriel Künneth (22), hat eine Ausbildung abgeschlossen und am Berufskolleg das Fachabi abgelegt. „Ich schätze bei dieser Tätigkeit den Kontakt mit Menschen. Und auch die Gartenarbeit mache ich gerne“, erzählt er.

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Vielfältige Aufgabengebiete

Fachgebietsleiterin Christiane Wilk freut sich, dass in diesem Jahr sogar drei Bufdis beschäftigt werden. „Sie sind wertvolle Helferinnen und Helfer für uns“, betont sie. Zu den Aufgaben gehören z.B. Begleitungen von Asylsuchenden bei Behördengängen und Arztbesuchen, Mithilfe bei Umzügen und Renovierungen, Mithilfe bei Projekten und Freizeitgestaltung sowie die Versorgung der Flüchtlinge. Auch alltägliche Aufgaben wie Mitarbeit bei Fahrzeug- und Grünflächenpflege kommen dazu. Die Bufdis sind Ansprechpartner, Dolmetscher, Brücke und vieles mehr.

Brücke zur besseren Integration

Dolmetscherin und Brücke zur besseren Integration ist auch Theodora Lindner, die seit September als rumänische Sprachmittlerin in Plettenberg tätig ist. Sie hilft Einwanderern bei der Kommunikation mit Behörden, Schulen etc. Häufig ist sie im Sprechstundenbüro der Stadt und des Diakonischen Werks am Oesterhammer anzutreffen. In diesem Wohnquartier leben besonders viele Einwanderer aus Südosteuropa. Theodora Lindners Stelle wird von der Rentenversicherung finanziert und ist auf ein Jahr befristet. Allerdings hofft Christiane Wilk, dass zusammen mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Lüdenscheid/Plettenberg und der Schuldnerberatung eine langfristige Lösung gefunden wird.

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