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Prof. Dr. Helmut Pullmann (Mitte) hat sein Amt als Patientenfürsprecher niedergelegt. Foto: Märkische Kliniken/Hella Mauritz

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Das Klinikum Lüdenscheid hat ihn eigentlich bis jetzt nie ganz losgelassen: Nach vielen Jahren als Direktor der Hautklinik und als Ärztlicher Direktor war der endgültige Ruhestand für Prof. Dr. Helmut Pullmann noch lange keine Option. Als Ruheständler füllte er mit viel Freude und Engagement das Ehrenamt des Patientenfürsprechers fünf weitere Jahre aus und hatte immer ein offenes Ohr, wenn es um Probleme, Sorgen oder Wünsche von Patienten oder Angehörigen ging. Doch nun ist auch damit Schluss: Prof. Pullmann hat sich mit 77 Jahren aus diesem Amt verabschiedet.

Mittler zwischen Patienten und Personal

Seine langjährige Erfahrung mit Patienten und Angehörigen kam ihm als Patientenfürsprecher zugute. “Eine meiner Hauptaufgaben war es eine Mittlerrolle zwischen Patient und Klinikpersonal einzunehmen, um eben zur Klärung beizutragen. Ein großer Vorteil war hier natürlich, dass ich noch gut vernetzt bin hier im Klinikum”, erzählt der Lüdenscheider, der seit 1982 bei den Märkischen Kliniken beschäftigt ist.

“Meistens war das Problem mit einem Anruf auch schon behoben.”

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“Wenn man früher als Besucher über den Flur gegangen ist und einen Arzt nach einem Angehörigen gefragt hat, konnte dieser oft Auskunft geben. Heute ist das ganz anders”, weiß Prof. Dr. Pullmann. “Zum einen durch die enorme Größe der Kliniken mit den vielen verschiedenen Bereichen und zum anderen aufgrund der Datenschutzbestimmungen.” So habe er sich in erster Linie um die Aufklärung von Kommunikationsproblemen gekümmert. “Meistens war das Problem mit einem Anruf auch schon behoben.”

Für seinen Dienst am Patienten sprach Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, ein großes Dankeschön aus und überreichte ihm einen großen Präsentkorb mit Lüdenscheider Spezialitäten. “Prof. Helmut Pullmann wird vielen Patienten mit seiner offenen und freundlichen Art sehr fehlen”, ist Dr. Kehe sich sicher. “Wir danken ihm für die stets gute Zusammenarbeit.”

In seiner Funktion als Patientenfürsprecher wurde Prof. Dr. Pullmann nur auf Wunsch des Patienten aktiv. Zu seinen Aufgaben zählten beispielsweise die Entgegennahme von Beschwerden, Rückfragen im Auftrag des Patienten beim Arzt, Pflegepersonal oder der Verwaltung. Außerdem nahm er Wünsche und Verbesserungsvorschläge, aber auch Lob und Anerkennung entgegen und leitete diese weiter. Die Arbeit des Patientenfürsprechers ist ehrenamtlich, unabhängig und nicht weisungsgebunden – jedes Anliegen wird vertraulich behandelt.

Damit auch nach seiner Tätigkeit die Patientinnen und Patienten einen verlässlichen Ansprechpartner haben, wird noch ein Nachfolger gesucht.

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