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TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa, Gigsbitkoordinator Sergej Rudsinski und Landrat Thomas Gemke besprachen mit Referent Peter Berger und dem Konzernbevollmächtigten der Telekom Dr. Frank Schmidt (von links) den Stand des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis im Lüdenscheider Kreishaus. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Mehr Überzeugungsarbeit bei Gewerbetreibenden für die Vorteile des Glasfaseranschlusses will die Telekom in Zukunft leisten. Bei Wohneigentümern ist das Interesse am schnellen Internet ungleich größer.

“Es war ein weiter Weg, bis die bürokratischen Hürden für die Förderung des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis überwunden waren und endlich die Bagger in die Gewerbe- und Wohngebiete rollen konnten”, blickt Landrat Thomas Gemke zurück. Nach zwei Jahren zogen Dr. Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter der Telekom NRW und Referent Peter Berger im Lüdenscheider Kreishaus eine erste Zwischenbilanz zum Ausbau des Glasfasernetzes in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. An dem Austausch nahmen auch Stefan Glusa, Geschäftsführer der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF), und Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator Märkische Kreis, teil.

Unerwartet enttäuschend fällt die Nachfrage der Gewerbetreibenden nach dem schnellen Internet bisher aus. Von den möglichen 1250 Profiteuren des Regionalen Wirtschaftsprogramms des Landes NRW machen bisher nur etwa 25 Prozent der Betriebe Gebrauch davon, sich einen Glasfaseranschluss ins Unternehmen legen zu lassen. Für eine pauschale Anschlussgebühr von 799,95 Euro verspricht die Telekom Geschwindigkeiten von bis zu 1.000/Mbit pro Sekunde. Die Leistungen umschließen alle Baumaßnahmen auf dem Grundstück. “Unternehmer können sich gerne bei uns melden, wenn sie doch noch von dem Angebot profitieren möchten”, erklärt Dr. Frank Schmidt von der Telekom. Der Großteil der Tiefbaumaßnahmen in den Städten und Gemeinden sind bis auf Werdohl und Hemer abgeschlossen.



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Hohe Nachfrage in Wohngebieten

In den Wohngebieten ist die Nachfrage mit Stand 1. Juli 2020 ungleich höher. Im Rahmen der Bundesförderung werden die Anschlüsse von rund 44.650 privaten Haushalten sowie 30 Primär- und Sekundarschulen optimiert. Glasfaser wird über eine Strecke von rund 1810 Kilometer verlegt. Mit einer Fördersumme von 60,5 Millionen Euro ist dies eines der größten Breitbandförderprojekte in NRW. Außer für Iserlohn und Menden hat die Telekom auch hier den Zuschlag erhalten. Die Eigentümer aus den Förderflächen sind per Post von den der jeweiligen Kommunen und vom Kreis angeschrieben worden.

Gestartet wurde 2020 in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. In Altena interessierten sich 85 Prozent der Wohneigentümer und in Nachrodt-Wiblingwerde 78 Prozent für das schnelle Internet. Bereits gebaut wird auch schon in Kierspe mit einer Nachfrage von 81 Prozent und in Schalksmühle mit 71 Prozent Rücklaufquote. In diesem Jahr soll auch noch der Baustart in Halver und Meinerzhagen-Valbert erfolgen. Die anderen Kommunen sind erst im nächsten Jahr dran.

In diesem Förderverfahren wird der Glasfaseranschluss bei einer Beauftragung innerhalb der Rückmeldefrist kostenfrei ins Haus gelegt. Die Wiederherstellung des Grundstückes ist inbegriffen. Bei Mehrfamilienhäusern verlegt die Telekom auch kostenfrei bis in die Wohnungen. Eigentümergemeinschaften stellen idealerweise einen gemeinsamen Antrag über die Hausverwaltung bzw. einen Bevollmächtigten. Wer die Frist verpasst hat, sollte sich unter breitband@maerkischer-kreis.de melden. Für den Anschluss ins Haus werden dann allerdings 799,95 Euro fällig.

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