Lutz Graupner. Florian Knur und Frank Sieling sind heiß auf die nächste Metal Journey. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Techniker Frank Sieling arbeitet an der Bühnenbeleuchtung. Auch die PA-Anlage hat er nach langer Standzeit wieder auf Vordermann gebracht. Für den Besucher von guten-tach.de dreht er sie kurz mal auf. Perfekter Sound – auch  bei 100 Dezibel. Metal-Fans mögen’s eben gerne laut.

Das war vor einigen Tagen. Klar ist: Der Lüdenscheider Verein Underground Musik ist nach rund 15 Monaten Zwangspause perfekt auf seine 34. Ausgabe der Metal Journey vorbereitet. Zwei Bands werden am Samstag, 21. August, das Publikum im Vereinsheim an der Herscheider Landstraße 146 beschallen. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse.



Vereinsvorsitzender Lutz Graupner ist zuversichtlich, dass die Veranstaltung wie geplant durchgezogen werden kann. Auch er möchte, dass die Bude an der Herscheider Landstraße wieder wackelt. LA Sixty Six aus Hagen wird es sicher schaffen. Ihr Titel „Stell laut“ zeigt an, in welche Richtung es am 21. August gehen soll.

Dampf im Kessel

Dazu kommt Quazimojo, eine fünfköpfige Band aus Lüdenscheid. Sie kombiniert Elemente des Stoner- und Alternativrock mit vielen anderen Stilen und deutschen Texten. Dabei entsteht eine Mischung, die eigensinnig genug ist, um Hörgewohnheiten zu verletzen, aber andererseits Mainstream genug, um Dampf im Kessel zu erzeugen.

Herzstück des neuen Backstage-Bereiches ist ein riesiges Ledersofa. Foto: Wolfgang Teipel
Herzstück des neuen Backstage-Bereichs ist ein riesiges Ledersofa. Foto: Wolfgang Teipel

„Es wird Zeit, dass wir den Fans der Metal-Musik wieder Live-Veranstaltungen anbieten können“, sagt Lutz Graupner. Aber nicht nur das Publikum ist heiß. Auch die Bands wollen wieder auf die Bühne.

Neuer Backstage-Bereich

In der langen Zeit zwischen der 33. Metal Journey im Februar 2020 und dem Neustart war die Truppe von Underground Musik nicht untätig. Sie hat den Aufenthaltsbereich vor dem Veranstaltungsraum neu möbliert. Frank Sieling hat an neuen Lichteffekten gearbeitet. Zudem bietet Underground Musik den Bands jetzt einen ansprechenden Backstage-Bereich, in dem sie sich auf ihre Auftritte vorbereiten können. Weiter wurde der Zugang zum Vereinsheim barrierefrei gestaltet. Eine stramme Leistung für die 14 Vereinsmitglieder, die über 15 Monate keine Mittel aus Veranstaltungen erwirtschaften konnten.

Erheblicher Mietrückstand

Die Kosten liefen dagegen weiter. Jetzt muss ein erheblicher Mietrückstand abgestottert werden. „Immerhin hat uns die Stadt Lüdenscheid als Vermieter den Betrag gestundet und uns für die Rückzahlung kleine Raten eingeräumt“, sagt Lutz Graupner.

CORONA REGELN: Underground Musik hat für die Veranstaltung ein umfassendes Hygienekonzept erstellt. Für die Metal Journey sind 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen. Sie müssen entweder vollständig geimpft, genesen oder getestet sein. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Ein schriftlicher Nachweis ist erforderlich. Außerdem müssen sich die Gäste registrieren. Entweder per Luca App oder schriftlich. Während des Konzerts herrscht keine Maskenpflicht. Getränke werden nur in Flaschen ausgegeben.

Für alle, die das Besondere lieben, wird das kein Problem sein. Underground Musik hat noch einige Kästen des Kultbieres Odin Trunk gebunkert. Das außergewöhnliche Honig-Bier aus der Brauerei Fürstlich Drehna zeichnet sich durch eine gelungene Kombination von feinstem Malz, bestem Hopfen und echtem Bienenhonig aus. Da greift auch der Metal-Fan gern mal zu.

Mehr Infos unter https://www.underground-musik.com

 

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