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Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Auf dem Jüdischen Friedhof an der Freiligrathstraße nahmen am Sonntag (27. Januar) zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag teil.

Foto: Bernhard Schlütter

Bürgermeister Ulrich Schulte erinnerte in seiner berührenden Ansprache an die Verbrechen und den Massenmord, die Deutschland unter dem nationalsozialistischen Regime verübte. Er erinnerte auch an die Konferenz von Évian im Jahr 1938, auf der sich 32 Staaten nicht zu einer verstärkten Aufnahme der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland durchringen konnten. Auch wer Verbrechen geschehen lasse, sei letztlich in der Verantwortung. Die aktuell geführte Flüchtlingsdiskussion erhält durch den historischen Rückblick eine erschreckende Dimension.

Schüler gestalten Gedenktag mit

Foto: Bernhard Schlütter

Im Anschluss an die Gedenkfeier auf dem Jüdischen Friedhof thematisierten Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (Leistungskurs Geschichte, Jahrgangsstufe 12) die Konferenz von Évian, passend zur Ausstellung “Geschlossene Grenzen”. In szenischen Darstellungen wurde das historische Ereignis lebendig aufbereitet. Klarinettistin Pia Stemski gab der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.

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Stadtarchivarin Martina Wittkopp-Beine freute sich nicht nur über die zahlreichen Bürger/innen, die an der Veranstaltung teilnahmen, sondern besonders über die Mitgestaltung durch die Schüler/innen und ihren Lehrer Dr. Peter Schmidtsiefer. “Es ist gut, dass die jüngere Generation sich mit dem schwierigen Thema Holocaust auseinandersetzt und die Erinnerung wach hält”, sagte sie.

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