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Die Pädagogin Ulrike Kegeler ist am 7. November zu Gast in der Wunderkammer des Museums. Foto: Veranstalter

Lüsdenscheid. „Ulrike Kegler hat nicht nur von einer besseren Schule geträumt – sie hat sie gemacht! Wenn ich diese Schule nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, ich hätte sie für unmöglich gehalten“, so der Philosoph Richard David Precht über die Pädagogin Ulrike Kegler, die am kommenden Donnerstag, 7. November, in der „Wunderkammer der Zukunft“ in den Museen der Stadt Lüdenscheid zu Gast sein wird. Der Vortrag beginnt um 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Workshop am Vormittag, nachmittags Vortrag

Nachdem Ulrike Kegeler am Vormittag mit Lüdenscheider Lehrerinnen und Lehrern, Lehramtsanwärtern, Vertretern anderer Bildungseinrichtungen und der Schulverwaltung in der „Wunderkammer“ intensiv gearbeitet hat, sind am Nachmittag alle interessierten Gäste zu einem Vortrag in die Museen der Stadt eingeladen. Im Mittelpunkt des Vortrages wird ihr neues Buch stehen – Titel: Lob den Lehrer*Innen – Wer Beziehungen stärkt, macht Schule gut – Ein Weckruf“.

Schulen sind Orte, in denen Beziehungen immer im Vordergrund stehen – die Beziehungen der Schüler oder Lehrer untereinander und miteinander, die Beziehungen zwischen Schulleitung und Kollegium, zu den Eltern, zum Umfeld.



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Kein leichter Weg

„In diesem komplexen Gefüge täglich zu agieren, stellt die größte Herausforderung an alle dar. Wenn die Erwachsenen einer Schule zusammenarbeiten, entstehen Rollenvorbilder für Kooperation, und erst dann können auch die Schüler konstruktiv miteinander umgehen. Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft steigen auf allen Seiten“, so Ulrike Kegler. Nur sei der Weg dorthin nicht einfach und ohne Konflikte. In einem Kollegium zusammen zu arbeiten, hat sich als gleichermaßen anspruchsvolle und erfolgsversprechende Aufgabe herausgestellt. „Wie und womit wir diesen Prozess steuern können, soll an konkreten Beispielen aus der schulischen Praxis gezeigt werden.

Modell für Kooperation und Wandel

Ulrike Kegler hat die staatliche Montessori Oberschule in Potsdam in 25 bewegten Jahren geleitet. Dabei ist ein Modell für Kooperation und Wandel entstanden. Die Zeit nannte die Potsdamer Schule „eine Schule zum Verlieben“. Jährlich kommen über 600 Besucher, um sich inspirieren zu lassen. „Ulrike Kegler geht mit vielen heiligen Kühen des deutschen Schulwesens unsanft ins Gericht. Sie bleibt dabei keinesfalls beim >So bitte nicht< stehen, sondern setzt jeder Fundamentalkritik ein tiefgründiges >So kann es gehen< entgegen“, schreibt Prof. Dr. Hans Anand Pant, Bildungsforscher an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

 

 

 

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