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So sieht eine DKMS-Setcard aus. Foto: DKMS

Halver. Nina Niederwipper möchte sich im Rahmen ihre Abschlussprüfung sozial engagieren. Dafür plant die 21-jährige Auszubildende zur Industriekauffrau eine DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei)-Registrierungsaktion für die Turck duotec mit Hauptsitz in Halver. Der EMS-Dienstleister entwickelt und fertigt kundenspezifische Elektroniklösungen, unter anderem für die Medizintechnik.

Die Mitarbeiter an den Standorten Halver und Beierfeld bekommen durch die Aktion die Möglichkeit, sich als potenzielle Stammzellenspender registrieren zu lassen. „Die Idee kam auf, da ich bereits selber bei der DKMS registriert bin und schon vorab von der Möglichkeit einer Unternehmens-Registrierungsaktion gehört habe. Ich freue mich total, dass ich dieses Projekt realisieren darf. Vor allem da die Geschäftsleitung ebenfalls von der Aktion begeistert ist”, sagt Nina Niederwipper.

Die Mitarbeiter der Turck duotec können sich trotz Corona für Blutkrebserkrankte einsetzen, indem sie sich online registrieren. Dazu werden Registrierungssets zu den teilnehmenden Personen nach Hause geschickt. Diese geben mit den Wattestäbchen eine Speichelprobe ab und schicken diese zurück an die DKMS. Damit ist die Registrierung schon abgeschlossen. Es kann also mit nur sehr wenig Aufwand etwas Gutes getan werden.

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In Informationsveranstaltungen hat Nina Niederwipper ihre Kollegen über Themen wie Blutkrebs, Hilfsmöglichkeiten und den Ablauf einer Spende aufgeklärt. „Was viele nicht wissen: Eine Spende läuft heutzutage viel einfacher ab“ erklärt die Auszubildende. Die operative Methode, bei der Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen werde, wird nur noch bei 20 Prozent der Spenden angewendet. Bei der anderen Methode erfolgt eine ambulante Blutabnahme, die Stammzellen werden herausgefiltert und das Blut und die restlichen Zellen wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt.

„Bei der Turck duotec sind bereits knapp 30 Prozent der Belegschaft als Stammzellenspender registriert gewesen. Durch die Unternehmens-Aktion konnten weitere 16 Prozent der Mitarbeiter von einer Registrierung überzeugt werden. Diejenigen, die die Voraussetzungen für eine Spende nicht erfüllen, stehen mir trotzdem unterstützend zur Seite“, freut sich Nina Niederwipper.

In Deutschland erhält fast alle 15 Minuten ein Patient die Diagnose Blutkrebs (Quelle: DKMS-Website). Oftmals ist eine Stammzellenspende die einzige Chance auf Rettung. In Zeiten der Corona-Pandemie sind leider 60 Prozent weniger Registrierungen verzeichnet worden. Umso wichtiger ist es, dass beispielsweise Unternehmen wie die Turck duotec, helfen.

Auch Vereine, Universitäten und Schulen können Registrierungsaktionen ins Leben rufen. „Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Personen dazu entschließen, Menschen helfen, die einen Helden brauchen, dabei etwas Gutes für sich tun und gleichzeitig die Mitarbeitermotivation und den Zusammenhalt in den Unternehmen zu fördern”, sagt Nina Niederwipper.

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