Symbolbild - Fröhliche Kinder, bunte Verkleidung, das ist das Gesicht des Karnevals. 35.000 Zuschauer wurden beim Rosensonntagszug in Boele gezählt. Obwohl Polizei und Ordnungsamt oftmals einschreiten musste, zog die Polizeibehörde jetzt eine positive Bilanz: "Ein friedliches Fest!" (Symbolfoto)

Hagen-Boele. „Ein friedliches und fröhliches Fest, das uns vor keine Probleme gestellt hat!“ – Diese Bilanz zog der Einsatzleiter der Polizei, Erster Polizeihauptkommissar Ralf Gajewski, über den diesjährigen Karnevalsumzug am Sonntag (7. Februar) in Boele. Rund 35.000 Zuschauer hat nach den Angaben der Polizei das bunte närrische Treiben angelockt. Wie im vergangenen Jahr sei die Bilanz positiv. Dennoch listet die Polizei eine ganze Reihe von Delikten auf; auch Körperverletzung, selbst gegen die Polizei, gehört dazu.

Starke Polizeipräsenz

Bei durchgehend trockenem Wetter sei ausgelassen und fröhlich auf der Straße am Rand des Zuges gefeiert worden, schreibt die Polizei in ihrem Presseportal: „Planmäßig setzten sich die Zugteilnehmer um 14.30 Uhr vom Aufstellort in der Schwerter Straße in Bewegung und nahmen störungsfrei ihren Weg durch Boele. Gegen 16.30 Uhr hatten alle Mottowagen und Gruppen ihr Ziel im Bereich Poststraße/Am Bügel erreicht.“

Zahlreiche Polizeibeamtinnen und -beamte waren entlang des gesamten Zugweges und im unmittelbaren Umfeld stark präsent. In einigen Fällen mussten sie einschreiten, weil es zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen kam oder Feiernde über die Stränge schlugen.

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21 Leute in Gewahrsam genommen

Die positive Bilanz aus der Sicht der Polizei bedeutet aber nicht, dass nichts vorgefallen wäre: Bis 17.45 Uhr haben die Beamten 21 Personen zur Verhinderung von Straftaten bzw. Durchsetzung von Platzverweisen in Gewahrsam nehmen müssen. Der deutliche Schwerpunkt lag dabei im Bereich des Johannes-Hospitals, der von Anfang an besonders im Fokus der Einsatzkräfte stand. In der Spitze befanden sich dort rund 5.000 Jugendliche und Heranwachsende, die teilweise erheblich alkoholisiert waren und sich aggressiv zeigten.

„Wildes Urinieren“

In insgesamt sechs Fällen legten die Beamtinnen und Beamten Strafanzeigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Sachbeschädigung vor. In einem Fall wurde ein Polizeibeamter durch einen Schlag vor den Kopf leicht verletzt. In einem weiteren Fall erhielt ein 21-jähriger Hagener eine Ordnungsgwidrigkeiten-Anzeige, weil er pyrotechnische Gegenstände in die Menschenmenge geworfen hat. In 85 Fällen musste die Polizei Platzverweise erteilen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Hagen fertigten in sechs Fällen Anzeigen wegen wilden Urinierens.

„Bewährte Zusammenarbeit“

Die Polizei: „Durch die bewährte Zusammenarbeit von Stadt, Feuerwehr, Polizei sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern der Hilfsorganisationen, aber auch den Verantwortlichen der Karnevalsvereine konnten die feiernden Narren einen schönen Rosensonntagsszug erleben.“

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