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Von der maximalen Stauhöhe ist die Versetalsperre deutlich entfernt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Auch wenn’s nicht so aussieht: Die Trinkwasserversorgung in Lüdenscheid ist auch künftig gesichert. Die lange anhaltende Trockenheit hat den Stauinhalt aber deutlich absinken lassen. Zurzeit speichert Lüdenscheids wichtigstes Wasserrevoir noch 19,941 Millionen Kubikmeter Wasser. Maximal kann die Talsperre 32,8 Millionen aufnehmen.

“Immer wieder kommen Anfragen zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Lüdenscheid”, so Stadtwerke-Verwaltungsratsvorsitzender Harald Metzger. Deshalb informierte sich der Verwaltungsrat der Stadtwerke Lüdenscheid kürzlich im Hauptwasserwerk Treckinghausen ausgiebig über Auswirkungen des Klimawandels auf die Trinkwasserversorgung der Stadtwerke.

Das Wasserwerk der Stadtwerke bezieht das Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung für Lüdenscheid, Herscheid, Schalksmühle und Werdohl aus der Versetalsperre des Ruhrverbandes. Die Stadtwerke bereiten das Talsperrenwasser zu Trinkwasser von einwandfreier Qualität auf. Im Mittel werden den Kundinnen und Kunden rund 7,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich in stets ausreichender Menge und bester Güte ins Haus geliefert.

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Der Verwaltungsrat der Stadtwerke informierte sich im Wasserwerk Treckinghausen über die Trinkwasserversorgung. Foto: Stadtwerke Lüdenscheid

„Da es in unserer Region keine nennenswerten Grundwasservorräte für eine zentrale Wasserversorgung gibt, sind die Talsperren des Ruhrverbandes unverzichtbarer Rohwasserlieferant. Darüber hinaus überbrücken sie als verlässlicher Vorratsspeicher längere Trockenperioden“, so Roland Rüther, Leiter der Wassergewinnung bei den Stadtwerken.

“Klimawandel hat die Region erreicht”

„Der Klimawandel hat unsere Region erreicht und wird sich in Zukunft deutlicher auswirken. Daher kommt der Speicherung des Rohwassers eine noch größere Bedeutung zu. Die Versetalsperre mit einem Fassungsvermögen von 32,8 Mio. m³ Stauinhalt und einem mittleren jährlichen Zufluss von 21,9 Millionen Kubikmeter bietet den Kundinnen und Kunden unserer Stadtwerke auch in Zukunft eine sehr sichere Versorgungsbasis. Darüber hinaus ist die Versetalsperre Teil des Gesamt-Talsperrensystems des Ruhrverbandes und hat hier weitere wasserwirtschaftliche Aufgaben zu erfüllen”, erläuterte Rüther weiter.

Die Wasserversorgung der SWL war auch im extrem trockenen Jahr 2018 zu jeder Zeit sichergestellt und ist auch 2019 und bei darüber hinaus anhaltender Dürre gesichert. Ein weiteres Versorgungsplus für Lüdenscheid bietet die Anbindung an den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid. Der Verband leistet eine weitere Vernetzung mit der Region und verfügt über eine leistungsstarke Anbindung an das Trinkwassernetz des Aggerverbandes. Die Trinkwasserversorgung ist für die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Lüdenscheid versorgungssicher und zukunftsfähig aufgestellt.

Der Verwaltungsrat besichtigte anschließend das Wasserwerk Treckinghausen, begleitet durch die fachkundige Führung von Ralf Hedderich, der hier für die Verfahrenstechnik verantwortlich ist. Die Gremienmitglieder nahmen neben dem laufenden Wasserwerksbetrieb auch die umfangreichen Investitionen in Augenschein. Zu nennen sind hier die Erneuerung der kompletten Leittechnik, ein großer Trinkwasserverteiler sowie die derzeit im Bau befindliche Rohwasserleitung DN 600 zwischen Versedamm und Wasserwerk.

“Welche Folgen Hitze und Trockenheit auf die Schäden in unserem Wald oder für Grün-und Freiflächen in den einzelnen Stadtvierteln haben, muss jetzt dringend aufgearbeitet werden und entsprechende Handlungsmöglichkeiten durch Bürger, Verwaltung und Politik entwickelt werden”, so abschließend Harald Metzger.

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