Der Pkw wurde etwa 200 Meter weit mitgeschleift. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg. Ein völlig zerstörter PKW, ein beschädigter Triebwagen und zum Glück keine verletzten Personen, so lautet die Bilanz eines Unfalls zwischen einem Pkw und einem Triebwagen der Linie RB 91 am gestrigen Samstagabend auf dem Bahnübergang an der Nordstraße. Aber der Reihe nach.

Zunächst lautete die Alarmmeldung für die Feuerwache „Verkehrsunfall – Fahrzeug auf den Gleisen“. Auf dem Weg zum Einsatzort – hier war der Bahnübergang Nordstraße angegeben – bekam der Einsatzleiter die Info, dass ein Pkw auf dem Bahnübergang liegengeblieben sei und die Insassen das Fahrzeug bereits verlassen hätten. Der Einsatzleiter veranlasste umgehend die Die Streckensperrung der Ruhr-Sieg-Strecke.

Vom Zug nach Siegen erfasst

Hier sei zu erwähnen, dass die Feuerwehr bei Einsätzen im Gleisbereich immer erst dann tätig werden darf, wenn die Gleise gesperrt sind und eine Bestätigung der Bahn vorliegt. Beim einbiegen in die Zielstraße konnte allerdings kein Fahrzeug auf den Gleisen gesichtet werden. Beim Eintreffen am Bahnübergang stellte der Einsatzleiter fest, dass der besagte Pkw kurz vorher von dem herannahenden Zug nach Siegen erfasst worden und ca. 200 Meter in Richtung Plettenberg zum Stehen gekommen war. Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

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Alle unverletzt

Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Das Ergebnis der Erkundung: Pkw vor Zug, keine Insassen im Pkw, neun  Fahrgäste plus Triebfahrzeugführer im Zug Augenscheinlich unverletzt. Die Feuerwehr leuchtete nach die Einsatzstelle zunächst großflächig aus und ließ nach der vorliegenden Streckensperrung die Fahrgäste im Zug und den Triebfahrzeugführer durch den anwesenden Rettungsdienst sichten. Die Pkw-Insassen waren unverletzt. Alle Zugpassagiere verblieben im Zug und wurden betreut.

Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn, übernahm die Feuerwehr die Bergung des völlig zerstörten Pkw, der noch unter der Front des Triebfahrzeugs klemmte. Mit Hilfe der Seilwinde des Rüstwagens zogen die Einsatzkräfte das Unfallfahrzeug von den Gleisen. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und klemmte die Batterie des Unfallfahrzeugs ab. Im Anschluss daran inspizierte ein Techniker den Zug, hierbei stellte dieser fest, dass der Zug eigenständig weiterfahren konnte. Nach einem weiteren Check fuhr der Zug in den Bahnhof Plettenberg, von wo aus der Weitertransport der Fahrgäste erfolgte. Der Triebfahrzeugführer wurde an der Einsatzstelle durch einen Kollegen abgelöst.

Die Feuerwehr zog das Autowrack von den Schienen. Foto: Feuerwehr Plettenberg

Weiterer Einsatz an der Nordstraße

Am gestrigen Abend waren gleich mehrere Schutzengel in Plettenberg, denn bei den Beschädigungen des Unfallfahrzeugs wird deutlich, dass etwaige Insassen sehr schwere Verletzungen davon getragen hätten. Im Einsatz waren hier die Feuerwache, die Löschgruppen Ohle und Eiringhausen, der Rettungsdienst MK, die Bundespolizei, der Notfallmanager der deutschen Bahn und ein Abschleppunternehmer. Parallel zu dem Einsatz an der Nordstraße kam es zu einer Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb. Hier hatte sich produktionsbedingt Rauch entwickelt. Diesen Einsatzauftrag arbeitete die Löschgruppe Holthausen ab.

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